Telekom: Breitband-Internet soll Massenmarkt werden
Auch prüft die Deutsche Telekom gemeinsam mit der France Télécom gemeinsame Projekte im Bereich der Forschung und Entwicklung. Dies gab der Telekom-Vorstandsvorsitzende Kai-Uwe Ricke vor rund 300 Journalisten auf dem 13. Internationalen Presse Kolloquium des Unternehmens in Berlin bekannt.
Die Deutsche Telekom will bei Forschung und Entwicklung künftig eng mit der TU Berlin zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck wird auf dem Campus der Universität ein eigenes Institut errichtet – eine Art Ideenschmiede für Telekommunikation und Informationstechnik. Das "Deutsche Telekom Innovation Center" soll dabei sowohl Teil des Telekom-Innovationsbereichs als auch Teil der wissenschaftlichen Forschung an der TU Berlin sein. Dort forschen sollen rund 25 Spitzenforscher der Deutschen Telekom in Kooperation mit rund 50 Wissenschaftlern weltweit führender Universitäten.
Unter anderem mit neuen DSL-Angeboten will die Deutsche Telekom ihr Engagement im Bereich Breitband-Internet weiter ausbauen. Auch im ländlichen Raum soll die T-DSL-Infrastruktur, sofern wirtschaftlich sinnvoll und möglich, stärker ausgebaut werden. Ricke räumte allerdings ein, dass die Deutsche Telekom nur dort investiere, wo eine angemessene Kapitalrendite zu erwarten sei.
"Ein funktionierender Wettbewerb auf der Infrastrukturebene könnte das Tempo im deutschen Breitbandmarkt noch weiter steigern" , so Ricke weiter. Er plädierte in diesem Zusammenhang für mehr Wettbewerb der Breitband-Infrastrukturen. "Wir würden es für gut halten, wenn es andere Netzbetreiber gäbe, die in größerem Maßstab in Breitband investierten."
Die Telekom selbst überprüfe derzeit die eigenen Konditionen für Line-Sharing und plant auch mit einem "Bitstream-Access" weitere Vorleistungsangebote. Damit soll auch Wettbewerbern ein direkter risikoloser Kundenzugang zur Verfügung stehen.
Ricke forderte in diesem Zusammenhang, dass in Deutschland auf eine zu starke Regulierung der neuen Märkte verzichtet werden sollte. Regulierung müsse Marktkräfte durch geeignete Anreize in ihrer selbstständigen Entwicklung belohnen und fördern. Um die notwendige Handlungsfreiheit für Breitband-Entwicklungen zu gewährleisten, brauche es entsprechende ordnungspolitische Rahmenbedingungen.