PC per IDE-Steckmodul schnell zum Linux-NAS-Server wandeln

Im Flash-Speicher des IDE-Moduls Open-E NAS SOHO arbeitet – wie beim Ancom-Modul – ein vorinstalliertes Debian-GNU-/Linux-Betriebssystem mit auch über das Netzwerk per Web-Browser konfigurierbarer NAS-Software. Durch den Austausch des System-Laufwerks gegen ein Open-E-NAS-Flash-Modul soll so aus bestehenden Rack-Servern oder alten Desktop-PCs in wenigen Minuten ein NAS-Server mit bis zu mehreren hundert GByte werden können.
Da das IDE-Modul Open-E NAS SOHO direkt auf den IDE-Anschluss des Mainboards gesteckt werden muss, bleibt für Festplatten nur die zweite IDE-Verbindung. Es können also maximal zwei IDE-Festplatten genutzt werden. Wird ein alter Rechner reaktiviert, empfiehlt Open-E einen Pentium 3 ab 400 MHz, langsamere Prozessoren sollen jedoch auch geeignet sein. Es müssen mindestens 128 MByte Arbeitsspeicher sowie eine aktuelle Netzwerkkarte installiert sein.
Der von Open-E NAS SOHO über das Netzwerk zur Verfügung gestellte Festplatten-Speicher kann von Windows-, Linux- oder MacOS-X-Rechnern genutzt werden. Im Gegensatz zum 100,- Euro teureren Anycom 2.0 wurde leider die Linux-übliche Unterstützung für NFS deaktiviert, Zugriff auf den Festplattenspeicher gibt es deshalb auch für Linux- und Unix-Nutzer nur per SMB/CIFS, AppleTalk oder FTP.
Der Festplattenspeicher steht schließlich zur gemeinsamen Nutzung von Daten im Netzwerk, für dynamisches Backup, die Software-Distribution, zur Migration von Betriebssystemen und als transportabler Speicher zur Verfügung. Auch als DHCP-Server kann das System so dienen, da jedoch nur eine Netzwerkkarte unterstützt wird, fällt leider die nahe liegende Nutzung als DSL-Router aus. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung erkennt Open-E NAS SOHO ebenso wenig wie USB-Peripherie.
Open-E NAS SOHO soll ab sofort für rund 200,- Euro über www.open-e.com(öffnet im neuen Fenster) erhältlich sein. Für 100,- Euro mehr gibt es das IDE-Modul Ancom 2.0, das weniger Beschränkungen aufweist.



