Zum Hauptinhalt Zur Navigation

DeCSS-Hacker Johansen fordert Schadenersatz

150.000 norwegische Kronen gefordert. Wie die norwegische Tageszeitung Aftenposten(öffnet im neuen Fenster) berichtet, fordert Jon Lech Johansen von der norwegischen Wirtschaftskriminalitätsbehörde (ØKOKRIM) die Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 150.000 norwegischen Kronen. Johansen wurde auf Grund seiner Mitwirkung an der Entwicklung des DVD-Entschlüsselungsprogramms DeCSS jahrelang von der Filmindustrie verklagt, konnte zuletzt aber endgültig vor Gericht siegen.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Filmindustrie hatte Johansen vorgeworfen, durch die Entwicklung von DeCSS Raubkopien von DVD-Filmen zu ermöglichen und der Industrie damit massive Umsatzeinbußen zu bescheren. Johansen war vor Gericht allerdings in zwei Instanzen freigesprochen worden.

Halvor Manshaus, Anwalt von Johansen, rechtfertigt die Schadenersatzforderung damit, dass der ganze Prozess für Johansen eine schwere psychische Belastung gewesen sei. Die von Johansen geforderte Summe erscheint im Vergleich zu vielen anderen ähnlichen Klagen allerdings recht moderat – 150.000 norwegische Kronen entsprechen etwa 17.400 Euro.


Relevante Themen