Abo
  • IT-Karriere:

EU will verstärkt gegen Spam vorgehen

Maßnahmenpaket soll helfen, die Spam-Flut einzugrenzen

Die europäische Kommission will künftig verstärkt gegen die wachsende Zahl von Spam-E-Mail vorgehen. Erkki Liikanen, der für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar, hat dazu jetzt ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das bei der Durchsetzung des Spam-Verbots der EU helfen sollen.

Artikel veröffentlicht am ,

"Gesetze allein bringen die Spam-Flut nicht zum Stehen", erklärte Erkki Liikanen. "Wenn wir alle - Mitgliedsstaaten, Unternehmen und Verbraucher - unsere Hausaufgaben machen, dann können die heute vorgestellten zusätzlichen Maßnahmen sehr zur Verringerung der Menge an Spam beitragen, der derzeit die Vorteile der elektronischen Post und anderer elektronischer Kommunikationsmittel für unsere Gesellschaft und Wirtschaft untergräbt."

Stellenmarkt
  1. Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee
  2. ekom21 - KGRZ Hessen, Darmstadt, Gießen, Kassel

Spam habe mittlerweile Besorgnis erregende Ausmaße angenommen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der EU-Kommission. Nach Schätzungen vom Dezember 2003 handele es sich bei mehr als der Hälfte des E-Mail-Verkehrs in der EU um Spam. Dabei seien Werbe-Mails nicht nur für Unternehmen ein Problem, auch sei Spam schuld an der Verletzung der Privatsphäre, Täuschung von Verbrauchern und habe eventuell schädlichen Einfluss auf Minderjährige.

So untergrabe Spam das Vertrauen der Verbraucher, das Voraussetzung für den Erfolg des elektronischen Geschäftsverkehrs, elektronischer Dienste und der Informationsgesellschaft als Ganzes ist.

Auf rechtlicher Ebene verbietet die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation unerbetene Werbung gegenüber Einzelpersonen in der ganzen EU, wobei für bestehende Kundenbeziehungen eine begrenzte Ausnahme gilt. Die Mitgliedsstaaten waren verpflichtet, ihre Rechtsvorschriften bis zum 31. Oktober 2003 entsprechend anzupassen.

In der heute von Liikanen vorgelegten Mitteilung führt er eine Reihe von Maßnahmen zur Ergänzung dieser Vorschriften und zur möglichst wirksamen Umsetzung des "Spam-Verbots" an. Allerdings seien diesbezüglich vor allem die EU-Mitgliedsstaaten und ihre zuständigen Behörden, die Wirtschaft, die Verbraucher und Nutzer des Internets gefordert.

Schwerpunkte der Maßnahmen sind die wirksame Durchsetzung durch die Mitgliedsstaaten und die Behörden, technische Lösungen und Selbstregulierung der Industrie, Sensibilisierung der Verbraucher und internationale Zusammenarbeit. So sollen die zuständigen Behörden mit den erforderlichen Untersuchungs- und Durchsetzungsbefugnissen zur Aufspürung und Verfolgung von "Spammern" ausgestattet werden. Zudem sollen sie auf die Anpassung von Werbepraktiken und Zustimmungsregelung einwirken und Nutzer darüber informieren, wie diese Spam vermeiden können.

Aber auch die internationale Dimension sei wichtig, da ein Großteil des Spam von außerhalb der Europäischen Union stammt. Neben bilateralen Kontakten mit z.B. den USA ist die Kommission am 2./3. Februar 2004 Gastgeber einer OECD-Arbeitstagung über Spam in Brüssel, auf der mögliche Lösungen auf internationaler Ebene untersucht werden sollen. Außerdem will die Kommission prüfen, wie sie die Ergebnisse des UN-Weltgipfels über die Informationsgesellschaft in Bezug auf Spam am besten umsetzen kann.

Die Kommission selbst will die Durchführung dieser Maßnahmen im Laufe des Jahres 2004 überwachen. Spätestens Ende 2004 soll geprüft werden, ob zusätzliche Korrekturmaßnahmen erforderlich sind.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 749,00€
  2. 199,00€
  3. (u. a. Age of Wonders: Planetfall für 39,99€, Imperator: Rome für 23,99€, Stellaris für 9...
  4. (aktuell u. a. Acer One 10 Tablet-PC für 279,00€, Asus Zenforce Handy für 279,00€, Deepcool...

Rob 28. Jan 2004

Die EU hätte schon früher reagieren können aber wenigstens tut sich endlich mal was...


Folgen Sie uns
       


VW-Elektroautos aus Zwickau - Bericht

Der Volkswagen-Konzern will ab 2020 in Zwickau nur noch Elektroautos bauen - wir haben uns die Umstellung angesehen.

VW-Elektroautos aus Zwickau - Bericht Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

    •  /