GEMA: Musikindustrie will Kreativen das Geld kürzen
Die GEMA sieht darin einen Versuch der Musikindustrie, die drastischen Umsatzrückgänge der letzten Jahre auf Kosten der Kreativen zu kompensieren. "Der Versuch der deutschen Tonträgerindustrie, ihre Probleme auf dem Rücken und zu Lasten der schöpferischen Komponisten und Textdichter zu lösen, wird scheitern. Die Industrie muss anerkennen, dass das geistige Eigentum, das Grundrecht der schöpferischen Komponisten und Textdichter, in seiner Grundsubstanz auch künftig geschützt bleiben muss" , empört sich Prof. Dr. Reinhold Kreile, Vorstandsvorsitzender der GEMA.
Die IFPI ihrerseits kann die Entrüstung seitens der GEMA nicht nachvollziehen und beruft sich darauf, dass der zuletzt angewandte Vertrag bereits seit Jahren ausgelaufen war und zuletzt angestrengte Verhandlungen über einen neuen Prozentsatz der Vergütung ergebnislos verliefen. Zudem habe die GEMA im Jahr 2003 ein Rekordergebnis verbuchen können – ganz im Gegensatz zur Musikindustrie, die 2003 den ersten Schätzungen zufolge den größten Umsatzrückgang ihrer Geschichte zu beklagen hat.