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EU-Projekt WINDECT will WLAN-Telefonie vorantreiben

DeTeWe-Tochter Winfinity und Ascom führen DECT-über-WLAN-Konsortium. Im Rahmen des EU-Projekts WINDECT soll die Standardisierung von DECT-Telefonie über drahtlose LANs vorangetrieben werden. Das Projekt, das mit insgesamt 2,9 Millionen Euro veranschlagt ist und rund zweieinhalb Jahre dauern soll, wird zum Teil von der Europäischen Kommission finanziert.
/ Christian Klaß
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Das Projekt-Konsortium wird von der DeTeWe-Tochter Winfinity GmbH aus Kiel sowie der schweizerischen Ascom Systec AG geführt. Ziel sei die Entwicklung von DECT-über-WLAN-Telefonen und Zugriffspunkten, die hochqualitatives Telefonieren ermöglichen. Zu den Leistungsmerkmalen der zukünftigen Geräte und Anwendungen sollen Echtzeit-Sprach- und Video-Übertragung mittels Paketdatenübertragung zählen. Dazu sollen im Zuge des WINDECT-Projektes die Teile des DECT-Protokollstapels, so genannte Schichten, unter Verwendung einer Anpassungsschicht (protocol adaptation layer, PAL) mit der heutigen Technik der physischen WLAN- und MAC-(Medium-Access-)Layer verbunden werden. Damit könnten Unternehmen eine doppelte Infrastruktur für Telefonie- und Datenübertragungsanwendungen vermeiden.

In der Forschungsphase soll das Projekt eine Untersuchung der Funkfrequenzverwaltung, des Stromverbrauchs, der Gesprächsübergabe und der Servicequalität mittels Erweiterungen auf den weltweiten WLAN-Standard IEEE 802.11a/e umfassen. Die Ergebnisse der Untersuchungen dienen dem Entwurf eines Demonstrationssystems, welches von den Projektpartnern hergestellt werden soll.

Um die Standardisierung der entwickelten Technologie voranzutreiben, soll das WINDECT-Projekt in Normungsgremien und Verbänden präsentiert werden. "Durch die Erweiterung bestehender Erfahrungen mit drahtlosen Netzen um eine verbesserte Servicequalität, erhöht das Projekt die europäische Wettbewerbsfähigkeit. Diese Servicequalität und die Echtzeit-Datenübertragung über WLANs spielen bei vielen geplanten Anwendungen eine große Rolle" , erklärt Ascoms technischer Projektmanager Michael Kuhn zuversichtlich.


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