Neue Version der MultiMediaCard verabschiedet
Die neue Version 4.0 der Spezifikation erweitert den MultiMediaCard-Standard und soll neue Vermarktungsmöglichkeiten insbesondere in den Bereichen Digitalkameras und Mobiltelefone eröffnen. Um einen reibungslosen Übergang von bisherigen Versionen des MMC-Standards zu gewährleisten, sind die neuen Spezifikationen sowohl zu vorhandenen Karten als auch zu Host-Geräten, die MultiMediaCards akzeptieren, abwärtskompatibel.
Die neue Spezifikation sieht unterschiedliche Busbreiten von 1 Bit, 4 Bit und 8 Bit vor, was mehr Designflexibilität sowie eine höhere Datentransfer-Bandbreite erlauben soll. Zudem werden nun Taktfrequenzen von 20 MHz, 26 MHz und 52 MHz erlaubt. So soll sich im Betrieb mit 52 MHz im x8-Bit-Modus eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 52 MByte/s übertragen lassen, rund 20-mal mehr als aktuell.
Zudem sieht die neue MMC-Spezifikation als erster Standard für Speicherkarten mit kleinem Formfaktor den Betrieb mit 3,3 V und 1,8 V vor. Die 1,8-V-Kompatibilität ist vor allem für den Einsatz in Mobiltelefonen wichtig.
An der Entwicklung der MMC-Spezifikation 4.0 haben unter anderem Nokia, Hewlett-Packard, Renesas Technology, Samsung Electronics, Infineon Technologies Flash, Micron Technology und SanDisk mitgewirkt. Die Spezifikationen sollen MMCA-Mitgliedern ab Ende Januar kostenlos zur Verfügung stehen.