Musikindustrie klagt munter weiter gegen Tauschbörsen-Nutzer
Ein Großteil der Klagen erfolgt diesmal allerdings gegen unbekannt, was die RIAA als "John Doe Prozess" bezeichnet. Hintergrund: Nach einem Gerichtsbeschluss aus dem Dezember 2003 sind Provider gegenüber der RIAA nicht mehr verpflichtet, Kundendaten bei Nennung einer IP-Adresse herauszugeben. Daher klagt die RIAA nun zunächst gegen unbekannte Nutzer anhand ihrer IP-Adresse und erzwingt die Herausgabe der Daten durch das Einleiten des Gerichtsprozesses. Auf Grund dieses Verfahrens erhalten Nutzer auch nicht mehr wie in der Vergangenheit eine "Vorwarnung"; trotzdem will man den Großteil der Prozesse außergerichtlich gegen Zahlung einer Strafgebühr beilegen.
"Unsere Situation hat sich dramatisch verbessert" , freut sich Mitch Bainwol, Chairman und CEO der RIAA. "Bei diesem Streit geht es nicht um Plastik gegen Digital oder alt gegen neu. Es geht um legal gegen illegal - also iTunes, das neue Napster, Wal-Mart, Amazon, Dell, Real, Microsoft und viele andere gegen Kazaa, Imesh und Grokster. Es geht um die Frage, ob man digitale Musik in einer Art genießen kann, die den kreativen Prozess unterstützt oder in einer Art, die der Musik ihrer Zukunft beraubt."