Arbeitsgruppe soll Linux behindertengerecht machen
Mit entsprechenden Techniken können beispielsweise Blinde oder sehbehinderte Menschen auf Texte zugreifen oder Menschen, die keine Maus bedienen können, den Cursor steuern. Aber auch Telefon-Schnittstellen für sprachbehinderte Menschen werden unterstützt.
Dabei seien aber Standards notwendig, um entsprechende Technologien in einer möglichst hohen Breite unter Linux zu unterstützen, so die Non-Profit-Organisation. Dabei will die Free Standards Group im Rahmen ihrer neuen Free Standards Group Accessibility Workgroup(öffnet im neuen Fenster) unter anderem mit der "American Foundation for the Blind", dem "Georgia Institute of Technology Center for Assistive Technology and Environmental Access" sowie der "Computer Braille Facility" der Universität von Western Ontario und dem "Archimedes Projekt" des Stanford Center für Sprach- und Informationsforschung zusammenarbeiten. Aber auch Mitglieder der Projekte GNOME, KDE und Debian sowie Unternehmen wie Red Hat, SuSE, IBM, Sun, HP und TrollTech sind an der Arbeitsgruppe beteiligt.
Innerhalb des ersten Jahres soll die Arbeitsgruppe das Assistive Technology Service Provider Interface (AT-SPI) umsetzen, das es erlaubt, mit AT-Werkzeugen wie Screen Reader oder Vergrößerern erlaubt, mit dem jeweiligen GUI zusammenzuarbeiten. Zudem soll ein "Shared I/O" für AT-Geräte unterstützt werden, so dass beispielsweise Braille-Displays und Sprach-Synthesizer mit mehreren Client-Applikationen zusammenarbeiten können. Zudem sollen "Sticky Keys" unterstützt werden, was es erlaubt, Tastenkombinationen nacheinander einzugeben, statt die entsprechenden Tasten gleichzeitig zu drücken.