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Computer sollen einschlafende Fahrer im Auto erkennen

Schlaftrunken auf der simulierten Autobahn

Eine häufige Unfallursache beim Autofahren ist der Sekundenschlaf. Vor dem Einnicken am Lenkrad soll in Zukunft ein neues Assistenzsystem schützen - noch ist allerdings nicht ganz klar, wie dieser elektronische Wächter idealerweise gestaltet werden soll und wie Fahrer seine Hilfe annehmen. Dies erforschen nun Wissenschaftler des Vehicle Interaction Lab des Fraunhofer IAO mit einem Simulator.

Artikel veröffentlicht am ,

Im Vehicle Interaction Lab testen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Universität Stuttgart das neue Müdigkeitswarnsystem AWAKE. Ziel des gleichnamigen EU-Projekts ist ein Assistenzsystem, das gemeinsam mit Automobilherstellern entwickelt wird.

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Der Simulator beinhaltet unterschiedliche Sensoren, die Informationen über das Fahrverhalten und den Zustand des Fahrers erhalten. Alle Daten fließen in einem zentralen Rechner zusammen. Er registriert beispielsweise, wenn der Wagen von der Spur abkommt, dem Fahrer die Augen zufallen oder das Risiko einer Kollision bei zu kurzem Abstand zum Vordermann zu groß wird. Erst dann schlägt er Alarm.

Simulator für Aufmerksamkeitskontrollsysteme
Simulator für Aufmerksamkeitskontrollsysteme

Im Labor wird beispielsweise getestet, wie der Fahrer sich verhält, wenn er, kurz bevor der Sekundenschlaf beginnt, mit einem Warnton die Gefahrensituation signalisiert bekommt. Gleichzeitig vibriert beispielsweise der Gurt, im Spiegel blinkt ein Warndreieck auf und eine Computerstimme informiert mit dem Text "Müdigkeitswarnung. Halten Sie bei der nächsten Rastmöglichkeit an und machen Sie eine Pause!"

Im Rahmen der Tests müssen verschiedene Testpersonen in einen immersiven Fahrsimulator steigen. Hier sitzt der Fahrer in einem realen Auto. Die Straße mit Verkehr wird von hinten auf mehrere Leinwände projiziert. Klare Sicht bei Sonnenschein kann leicht durch Nebelsuppe und andere Situationen ersetzt werden. Neigungen in Kurvenfahrten und Bodenunebenheiten werden durch elektromechanische Bewegungselemente an den Radaufhängungen simuliert. Vibrationen am Sitz und am Chassis erzeugen ein natürlicheres Fahrgefühl.

"Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine haben wir von Anfang an parallel zu den anderen Komponenten entwickelt. Wer dies vernachlässigt, riskiert teure Fehlentwicklungen", betonte Dr. Manfred Dangelmaier, Leiter des Competence Center Virtual Environments am IAO.



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Thilo Mohr 04. Feb 2004

Im Gegenteil, wenn ein Unfall geschieht und der Fahrtenschreiber eine mißachtete...

c.b. 21. Jan 2004

Nur weiter so mit der sogenannten *passiven Sicherheit*. Den Menschen sukzessive des...

px 21. Jan 2004

Die sollen lieber die Systeme zur Marktreife bringen, die das Auto vollautomatisch...

stergios 21. Jan 2004

Hi Verkauft es bloß nicht den Ami´s sonst überschütten sie Daimler & Co. mit Millionen...


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