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Mehr Datenschutz bei standortbezogenen Diensten

Standortbezogene Dienste lassen sich mit Lucent-Technik konfigurieren. Die Lucent-Tochter Bell Labs stellte ein so genanntes Privacy-Conscious Personalization (PCP) Framework vor, um den Datenfluss von standortbezogenen Diensten (Location-Based-Services) bei Mobiltelefonen oder PDAs zu bestimmen. So sollen Handy- und PDA-Nutzer künftig festlegen können, unter welchen Umständen sie von anderen Personen geortet werden können.
/ Ingo Pakalski
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So bestimmt das PCP-Framework, welche Nutzer, Gruppen oder Geschäftspartner was für Informationen über den eigenen Standort erhalten. Daher ist es etwa möglich, dass ein Außendienstmitarbeiter seiner Firma den aktuellen Aufenthaltsort mitteilt, was nach Feierabend aber deaktiviert wird. Als weiteres Einsatzfeld betrachtet Bell Labs die Möglichkeit, Geschäftspartner zwar über den eigenen Standort zu informieren, dies aber nur mit einer Genauigkeit von bis zu rund 16 km zu tun. Damit weiß der Geschäftspartner zwar, dass sich etwa ein Vertreter in der Nähe aufhält, kann aber nicht ohne weiteres in Erfahrung bringen, welchen Mitbewerber er gerade besucht.

Ein weiteres Einsatzfeld des PCP-Framework stellt für Bell Labs die Belieferung von Werbebotschaften dar. So sollen Werbeempfänger bestimmen können, unter welchen Umständen Werbeversender die Position mitgeteilt bekommen. Ein mögliches Szenario: Über einen Gutschein seines Lieblings-Cafés will man nur am Wochenende informiert werden und auch nur, wenn man sich in der Nähe einer Filiale befindet und nur dann erhält der Werbeversender die aktuelle Position.

Das PCP Framework soll Netzbetreiber in die Lage versetzen, verschiedene Voreinstellungen für die Nutzer anzubieten, welche diese bequem aufrufen können. Dabei sollen mehrere Standard-Voreinstellungen verwendet werden, um den Konfigurationsaufwand für den Anwender zu verringern.


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