Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: 1080 Avalanche - Snowboard-Rennen für GameCube

Rennspiel mit Trickeinlagen. Nintendo ist bekannt dafür, ältere und erfolgreiche Spielkonzepte mit jeder neuen Konsolengeneration in überarbeiteten Version wieder auf den Markt zu bringen. Auch 1080 Avalanche für den GameCube ist ein Beispiel für diese Veröffentlichungstaktik – schließlich handelt es sich bei dem Titel über weite Strecken um eine leicht verbesserte Variation des N64-Erfolgs 1080 Snowboarding.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Prinzipiell ist 1080 Avalanche ein Rennspiel: Man sucht sich einen Fahrer aus, wählt ein Snowboard und begibt sich auf eine Abfahrtspiste, auf der man dann mit immens hoher Geschwindigkeit herunterrast und sich mit anderen Bordern duelliert. Zahlreiche Hindernisse wie Bäume, Streckenabsperrungen, Hütten oder Schneehaufen erschweren die Abfahrt und zwingen ebenso wie die teilweise recht haarigen Kurven und schmalen Passagen zu einem gefühlvollen Lenken, um nicht abseits der Strecke im Schnee zu landen.

Allerdings kommt es nicht nur auf hohe Geschwindigkeiten an, auch diverse Tricks können mit dem Board ausgeführt werden. Hierzu nutzt man die zahlreichen Rampen wie etwa Hausdächer und kann beim folgenden Sprung in der Luft mehrere möglichst spektakuläre Stunts ausprobieren. Mit diesen Stunts, die sich sehr leicht steuern lassen, füllt man die eigene Energieleiste auf, was zur Folge hat, dass man andere Rennfahrer bei Berührungskontakt von ihrem Brett stoßen oder nach einem Sturz wieder schneller auf die Beine kommen kann.

Allerdings verliert man durch die Tricks auch Zeit und geht zudem das Risiko ein, zu stürzen – in den Rennen sollte man also immer nur so viele Tricks durchführen, bis die Energieleiste voll ist und sich danach auf das Fahren konzentrieren. Wer sich Stunt-technisch austoben will, ist im Trick-Modus besser aufgehoben, wo es einzig darum geht, möglichst viele Punkte durch Drehungen zu sammeln.

Verliert man während der Fahrt das Gleichgewicht, fällt man nicht gezwungenermaßen hin – durch schnelles, rhythmisches Drehen des rechten Analog-Sticks kann der Fahrer noch abgefangen werden; auf Dauer nervt das beständige Drehen des Sticks allerdings etwas.

Bis zu vier Spieler können gemeinsam per Split-Screen an einer Konsole antreten, allerdings stößt der GameCube hier dann an seine technischen Grenzen – die sehr ansehnliche Grafik mit ihren schönen Wintereffekten kommt bei mehreren Spielern leicht ins Ruckeln, den ultimativen Geschwindigkeitsrausch wie im Einzelspieler-Modus erlebt man hier nicht. Die abwechslungsreiche Musikuntermalung – geboten werden diverse rockige und elektronische Songs von Bands wie Finger Eleven – kann sich durchaus hören lassen und untermalt die Raserei recht stimmungsvoll.

Fazit:
1080 Avalanche ist ein zweifellos gelungenes Snowboard-Rennspiel, das mit einfacher Bedienung und ansehnlicher Optik zu überzeugen weiß. Allerdings hätte Nintendo ruhig ein paar mehr neue Features im Vergleich zum Vorgänger einbauen können – so lässt die Motivation doch recht schnell nach, wenn man erst einmal alle Kurse gesehen hat.


Relevante Themen