Neue ATI-Treiber: Overdrive und GLSL-Support verbessert
Die nur für Grafikkarten mit Radeon 9600 XT und 9800 XT gedachte Overdrive-Übertaktung soll mit der neuen Treiberversion 4.1 Nutzer mit mehr Informationen über Temperatur und Taktfrequenz des Grafikprozessors versorgen. Mit aktiviertem Overdrive wird der Prozessor automatisch über den Standard-Takt übertaktet, solange der Temperatur-Sensor keine überhöhte Hitzeentwicklung meldet. So wird die Leistung etwas angehoben, ohne die Systemstabilität zu gefährden.
Mit der Unterstützung der "OpenGL Shading Language" (GLSL) des OpenGL Architecture Review Board können bereits seit der vorherigen Treiberversion 3.10 die Pixel- und Vertex-Shader-Einheiten der Radeon 9500, 9600, 9700 und 9800 auch unter OpenGL mit einer hardwareunabhängigen Shader-Sprache programmiert werden. Der Catalyst 4.1 wurde von ATI an die nun abgesegnete endgültige GLSL-Spezifikation angepasst. Zudem wurde eine Unterstützung von "Projective Texture Sampling" hinzugefügt und die Interaktion zwischen GLSL-basierter und traditioneller Fixed-Function Vertex- und Pixel-Verarbeitung verbessert, so ATI. Näheres zu ATIs GLSL-Unterstützung finden Entwickler unter www.ati.com/developer.
Das für die meisten Nutzer von Radeon-Grafikkarten wohl Wichtigste dürften jedoch die behobenen Fehler sein. So sollen die 3D-Anwendungen 3DSMax und Inventor keine Darstellungsfehler mehr aufweisen und die Zweischirm-Unterstützung in Verbindung mit SolidWorks 2003/2004 korrigiert worden sein. Bei der TV-Ausgabe im 4:3-Bildformat und aktiviertem Overlay Theater Modus soll das Verschieben eines Videoausgabe-Fensters nach außerhalb der Bildschirmfläche keine Fehlermeldung mehr mit sich bringen.
Die meisten Fehler behob ATI jedoch in Verbindung mit Spielen – so sind in "Tony Hawk's Pro Skater 4" die Skater-Schatten unter Windows XP auf Radeon-9000-Grafikkarten wieder komplett zu sehen und bei aktivierter Kantenglättung in Line of Sight Vietnam auf Radeon-9200-Grafikkarten nun die Menüdarstellung korrekt. Ein Wechsel der Auflösung sorgt während des Halo-Spielens unter Windows XP auf Radeon-9000-Grafikkarten nicht mehr für einen Rechner-Neustart, während auf Radeon-9700-Grafikkarten der Schrotflintenlauf wieder korrekt angezeigt wird.
In den Rennspielen Race Driver und Ford Racing 2 wurden Kantenglättungsprobleme beseitigt, während World Racing im Fenstermodus nicht mehr abschmieren soll. Beseitigt wurden auch Fehler in Verbindung mit dem Star-Wars-Spiel Knights of the Old Republic (Mausbewegung zu Küste friert Spiel nicht mehr ein), mit Neverwinter Nights (kein Absturz auf Radeon 9600 unter Windows XP mehr), Beach Head 2002 (Spiel startet nun auch mit 1.024 x 768 Bildpunkten) und IL2 Sturmovik: Forgotten Battles (korrekte OpenGL-Darstellung ohne flackernde Polygone/Texturen im Black Death Track).
Wie üblich finden sich je zwei komplette Treiberpakete zum Download(öffnet im neuen Fenster) auf www.ati.com(öffnet im neuen Fenster) , eines für Windows 98/ME(öffnet im neuen Fenster) und eines für Windows 2000/XP(öffnet im neuen Fenster) . Beide sind etwa 26 MByte groß, auf Wunsch können die Komponenten – der Display-Treiber, das zu Feinsteuerung nötige Control Panel und die für Video-Eingänge gedachten WDM Capture Driver – auch einzeln heruntergeladen werden.
Falls bei der Treiberinstallation Probleme auftauchen, empfehlen sich ATIs separat zum Download angebotene Tools(öffnet im neuen Fenster) zur kompletten Deinstallation oder nur zum Entfernen des mitunter problematischen SmartGART-AGP-Treibers.