MySQL denkt über seine Lizenzpolitik nach

Kritik an MySQLs Lizenzpolitik vor allem von PHP-Entwicklern

Mit der Veröffentlichung von MySQL 4.0 hat MySQL AB die Lizenz der entsprechenden Client-Bibliothek geändert. Statt wie bisher unter der LGPL steht die MySQL-Client-Bibliothek derzeit unter der GPL, was zu nicht unerheblichen Konsequenzen und bisweilen Unmut führte. Angefacht von PHP-Entwickler Sterling Hughes hat MySQL jetzt begonnen, seine Lizenzpolitik öffentlich zu überdenken.

Artikel veröffentlicht am ,

Hughes kritisiert in seinem Blog vor allem die Art und Weise, in der MySQL die GPL auslegt. Dabei kommt Hughes zu dem Schluss, dass MySQL jede Software, die ihr Datenbank-Management-System MySQL nutzt, als abgeleitete Arbeit ("derivative work") betrachtet. Steht diese Software nicht selbst unter der GPL, wäre somit der Kauf einer kommerziellen MySQL-Lizenz notwendig. Zwar arbeitet MySQL zusammen mit der FSF daran, es explizit zu erlauben, dass die MySQL-Client-Bibliothek mit Open-Source Projekten vertrieben werden kann, auch wenn diese nicht unter der GPL stehen, beispielsweise PHP, doch würde die enge Auslegung der GPL erhebliche Risiken für Software-Entwickler mit sich bringen, die PHP und MySQL nutzen, so Hughes.

Stellenmarkt
  1. Webentwickler (m/w/d)
    TREND Service GmbH, Wuppertal
  2. DB-Programmierer*in (m/w/d)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

George Schlossnagle weist in der Diskussion unter anderem darauf hin, dass selbst bei der Nutzung kommerzieller Datenbank-Management-Systeme wie Oracle solche Restriktionen nicht existieren. Die Bündelung von Open-Source-Produkten und BSD-artigen Lizenzen, wie auch PHP sie verwendet, sei damit fragwürdig, verbietet sich doch eine kommerzielle Nutzung der Software.

MySQL-CEO Marten Mickos skizziert die MySQL-Philosophie als "quid pro quo". Man freue sich zwar, den eigenen Quelltext mit denen zu teilen, die sich im Bereich freier Software und Open Source bewegen, hält es aber für ebenso fair, dass diejenigen, die ihrerseits keine Open-Source-Lizenzen einsetzen, zahlen müssen.

MySQL seinerseits scheint sich der Kritik nicht nur zu stellen, sondern auch zu handeln. Hatte man mittlerweile vor allem mit der Free Software Foundation sowie der PHP Group die eigene Lizenzpolitik diskutiert, hat nun Zak Greant, bei MySQL für die Kommunikation mit der "Community" zuständig, eine öffentliche Überprüfung von MySQLs Lizenzpolitik unter Beteiligung interessierter MySQL-Nutzer gestartet. Die Diskussion läuft in erster Linie per IRC im Kanal #mysql.licensing auf dem Server freenode.org.

Golem Akademie
  1. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

"Wir wissen ganz klar, dass die Community eine unserer größten Stärken ist - sie ist nicht nur der Wetzstein, der unseren Code schärft, sie ist auch die Basis für unser Geschäft und MySQLs einzigartig lebhafte interne Unternehmenskultur", so Greant.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


suche... 29. Mär 2004

hi, wer kenn links zur beschreibungen und aufbau von myd dateien von mysql. Ich weiss...

ginsterbusch 22. Jan 2004

hm .. nebenbei erwähnt lege ich dem herr trollinger aka dingsbums-tool einen blick in die...

dername 20. Jan 2004

Genau das gleiche hab ich auch gedacht... Ist doch voll die Miese Tour das erst so...

Lance 20. Jan 2004

Moment, es kommt darauf an, ob du MySQL Client-Bibliotheken in deiner Anwendung benutzt...

reichel 19. Jan 2004

MySql auf den Spuren von Kleinweich? Der eingeschlagene Weg der Entwickler von MySQL...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Klimaschutz: Schiffe könnten sauber fahren
    Klimaschutz
    Schiffe könnten sauber fahren

    Eine Studie zeigt, dass sich die Schadstoffemissionen von Schiffen stark reduzieren lassen können. Allerdings würden Schiffstransporte dadurch signifikant teurer.

  2. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /