T-Mobile schaltet klammheimlich UMTS an
Voraussetzung für die Nutzung des neuen Netzes: Der Kunde muss über eines der neuen UMTS-fähigen Handys verfügen und es in einem bereits mit der neuen Mobilfunktechnik abgedeckten Bereich nutzen. Die Verfügbarkeit solcher Geräte ist inzwischen gegeben: Nach Connect-Angaben kann man für 609,- Euro ab Dienstag, den 20. Januar, das Nokia-Modell 7600 im Onlineshop des Herstellers beziehen.
Branchen-Insider hatten den 15. Januar laut "Connect" als inoffiziellen Starttermin für T-Mobile schon seit längerer Zeit diskutiert. Die Taktik von T-Mobile ist clever, denn mit dem Schachzug entfällt mit einem Schlag der Termin- und Erwartungsdruck.
T-Mobile ist der erste Betreiber, der sein Netz freischaltet, und trotzdem wird die Netzauslastung zunächst sehr gering sein, da nur sehr wenige Kunden über UMTS-Geräte verfügen. Auf der anderen Seite sammelt T-Mobile so Pluspunkte bei Analysten und Medien: Der Netzbetreiber hat klar seinen Anspruch auf die Innovations-Führerschaft auf dem Markt unterstrichen. Der Start von Vodafone im Dezember ermöglichte nur ausgewählten Feldtest-Kunden die Netznutzung, während bei T-Mobile künftig jeder Kunde mit geeignetem Handy UMTS nutzen kann.
Nach noch nicht bestätigten Informationen wird die schrittweise Aktivierung aller SIM-Karten für UMTS mehrere Tage dauern. Neue Tarife hat T-Mobile bislang nicht bekannt gegeben, so dass Kunden davon ausgehen können, dass ihr gültiger GSM-Tarif auch für UMTS gilt. Eine offizielle Ankündigung von T-Mobile über den UMTS-Start liegt noch nicht vor. Die Preise sollen wie bei GSM und GPRS (bei der Datenübertragung) sein.



