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OQOs Ultra-Portable-PC kommt erst Ende 2004 (Update)

Hardware wurde überarbeitet und Eingabemöglichkeiten deutlich erweitert. Anlässlich der CES 2004 hat OQO einen neuen Auslieferungstermin für seinen lang erwarteten, etwa handtellergroßen Ultra Personal Computer (UPC) genannt. Untätig waren die Hardware-Entwickler nicht: Die Spezifikationen des winzigen tragbaren, aber vollwertigen und mit Windows XP ausgestatteten Miniatur-PCs wurden erweitert, ebenso wie die Eingabemöglichkeiten.
/ Christian Klaß
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Der UPC soll weiterhin mit 1-GHz-Transmeta-Prozessor der Serie TM5800 ausgestattet sein. Bei den 256 MByte Arbeitsspeicher handelt es sich um DDR-SDRAM, was zuvor noch nicht angegeben wurde. Als Festplattengröße nennt OQO 20 GByte, 2003 hieß es noch, dass mindestens eine 10-GByte-Festplatte im Gerät stecken werde. Hervorzuheben ist der "Freifall-Sensor", der OQO zufolge bei herunterfallendem UPC sofort die speziell aufgehängte Festplatte parken und dadurch vor Schäden schützen soll.

Das transflektive LCD auf der Oberseite des OQO-Gehäuses wird eine Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten ("W-VGA") haben und verfügt nun über eine 5-Zoll-Bilddiagonale – vorher waren es noch 4 Zoll und auch von einem Lichtsensor für automatische Helligkeitsregelung war noch keine Rede. Das LCD kann mittels beigepacktem Stift zur Bedienung des OQO-UPC genutzt werden.

Alternativ lässt sich das LCD aber auch zur Hälfte verschieben und eine darunter liegende Miniatur-Tastatur freilegen, bei der zumindest die Buchstaben wie bei einer großen Tastatur angeordnet sind. Darüber hinaus sind Shift-, Control-, Alt- und Pfeiltasten vorhanden, während über eine Funktionstaste zusätzliche Tastenbelegungen geboten werden. Erstaunlich ist, dass sogar Platz für einen kleinen Nummernblock blieb und gar ein kleiner "TrackStick" als Mausersatz integriert wurde, wie er sonst auf Notebook-Tastaturen zu finden ist. Dabei wurde ein etwas breiteres Gummihütchen genutzt, was für längere Bedienung weniger unangenehm in den Finger drücken dürfte.

Zur Steuerung des UPC OQO wurde außerdem ein Daumenrad ("Thumbwheel") in den Gehäuserand integriert, so dass das Gerät auch ohne aufgeklappte Tastatur oder Stift und darüber hinaus nur mit einer Hand bedient werden kann.

Bei den Schnittstellen werden USB 1.1, Firewire 400 (IEEE 1394) über eine 4-Pin-Buchse, Bluetooth und 11-Mbps-WLAN (IEEE 802.11b) unterstützt. Eine externe WLAN-Antenne für besseren Empfang lässt sich am Gerät anschließen. Über einen 3,5-mm-Klinkenstecker können Mono- und Stereo-Kopfhörer genutzt werden, ein Mikrofon ist am Gehäuse platziert.

Mittels des mitgelieferten Docking-Kabels lässt sich der UPC an externe Displays oder Projektoren anschließen, wofür es VGA- und LVDS-Schnittstellen gibt. Auf DVI wurde leider verzichtet. Der im UPC arbeitende Grafikchip soll 3D-Beschleunigung bieten – wenn auch vermutlich mit eher geringer Leistung – und eine maximale Bildschirmauflösung von 1.280 x 1.024 Pixel unterstützen. Die Ethernet-Schnittstelle findet sich ebenfalls am Docking-Kabel und nicht direkt am UPC. Auch weitere Peripherie lässt sich über das Docking-Kabel anschließen, neben zusätzlicher USB- und Firewire-Hardware soll auch "Serialized PCI"-Hardware genutzt werden können. Für den Heimeinsatz gibt es noch eine Desktop-Station, in die das Gerät eingesteckt wird und vermutlich um die gleichen Schnittstellen wie mit dem Docking-Kabel erweitert wird.

Der im UPC steckende Lithium-Polymer-Akku soll eine mobile Nutzungsdauer von etwa sechs Stunden ermöglichen und lässt sich zudem auswechseln.

OQO will mit dem UPC die Lücke zwischen meist unhandlichen Notebooks und weniger leistungsfähigen bzw. nicht für PC-Anwendungen geeigneten PDAs schließen: Im mobilen Einsatz soll das Gerät genauso wie ein PDA zu nutzen sein, allerdings mit vollwertigen PC-Anwendungen. In Verbindung mit dem Docking-Kabel wird es zum etwa für Präsentationen nutzbaren Notebook, während es eingesteckt in die Desktop-Station als vollwertiger Desktop-PC dient – ohne dass wie beim PDA erst Daten synchronisiert werden müssen, es sei denn man nutzt zu Hause oder in der Firma leistungsfähigere Systeme.

OQO will den bereits im April 2002 angekündigten UPC ab Herbst 2004 ausliefern. Bekannt ist weiterhin nur, dass OQO den UPC im "unteren Preissegment des Notebook-Marktes" ansiedeln will, genaue Preise wurden noch nicht angegeben.


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