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VIA und Apex Digital bringen Spielekonsole für PC-Spiele

1,4-GHz-VIA-C3-Prozessor und DeltaChrome-S8-Grafikchip. VIA und der amerikanische Unterhaltungselektronik-Hersteller Apex Digital haben im Rahmen der CES 2004 eine neue Spielekonsole vorgestellt, die die Lücke zwischen High-Performance-PCs und herkömmlichen Gaming-Konsolen schließen soll. Das Gerät mit dem Namen "ApeXtreme" läuft unter Microsoft Windows XP Embedded, unterstützt aktuelle PC-Spiele und erkennt und spielt automatisch DVD-, VCD-Filme und Audio-CDs über den Windows Media Player direkt von CD, einem Heimnetzwerk oder von der 20-GByte-Festplatte des Systems ab.
/ Thorsten Wiesner
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"Mit der neuen ApeXtreme-Spielekonsole bringen wir frischen Wind in das Wohnzimmer – neue PC Games am Fernseher und Audio- und Video-Wiedergabe in bisher ungekannter Weise. Mit der starken Marktdurchdringung von Apex und den wegweisenden Technologien von VIA und S3 läuten wir eine neue Ära beim Vernetzen privater Haushalte ein" , meint Wenchi Chen, President und CEO von VIA Technology.

Zum Einsatz in der Konsole kommen ein 1,4-GHz-C3-Prozessor, ein Mainboard mit CN400-Digital-Media-Chipsatz von VIA sowie 256 MByte DDR-SDRAM. Für die Grafik ist entweder ein UniChrome-Onboard-Grafikchip mit Shared-Memory oder dessen leistungsfähiger Bruder DeltaChrome-S8 von S3 Graphics zuständig. Letzterer wartet mit 8-Pixel-Shader-Pipelines sowie vier DirectX-9-kompatiblen Vertex-Shadern auf und greift über eine 128-Bit-Speicher-Schnittstelle auf 64 MByte eigenen DDR-Grafikspeicher zu. Die Grafik-Leistung der Konsole mit DeltaChrome dürfte etwa im Mittelfeld dessen liegen, was derzeit auf dem PC möglich ist. Der von VIA stammende Soundchip – ein Vinyl Six-TRAC Audio – ist von Mainboards mit VIA-Chipsätzen bereits bekannt und liefert 6-Kanal-Raumklang.

Das Gerät lässt sich per Gamepad, Keyboard oder Maus bedienen. Am Frontpanel befindet sich ein DVD-Drive-Slot für CDs und DVDs, die DVD-Playback-Kontrolle sowie vier USB-2.0-Ports für unterschiedliche Gamecontroller-, Keyboard- oder Mauskonstellationen. Auf der Rückseite gibt es dann noch die Anschlüsse für den 6-Kanal-Surround-Sound sowie zwei weitere USB-2.0-Ports und einen Ethernet-Port.

Nach dem Einlegen etwa einer Spielfilm-DVD oder eines PC-Spiels soll die Konsole automatisch den Inhalt des Datenträgers erkennen und sofort wiedergeben; PC-Spiele werden laut VIA automatisch installiert und dann gestartet. Damit sollen sich PC-Spiele ebenso einfach handhaben lassen, wie man es von Konsolen-Programmen gewohnt ist. Allerdings erscheint die Festplattenkapazität mit 20 GByte sehr knapp bemessen – wer eine größere PC-Spielesammlung besitzt, dürfte bald Speicherplatzprobleme bekommen. PC-Anwendungs-Software kann von den System wohl nicht verarbeitet werden.

Die ApeXtreme-Spielekonsole ist ab sofort – zumindest in den USA – zum Preis von 299,- US-Dollar erhältlich. Für 399,- US-Dollar erhält man die mit schnellerem Grafikchip sowie eigenem Grafikspeicher ausgestattete Version.


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