Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Norweger Johansen ermöglicht iTunes-Songs auch unter Linux

Nutzung von VideoLAN erlaubt Abspielen auf diversen Betriebssystemen. Wer bisher den Musik-Downloadservice iTunes von Apple nutzen wollte, musste entweder über einen Windows-PC oder einen Mac verfügen – andere Betriebssysteme wurden von Apple ausgeschlossen. Der umtriebige norwegische Programmierer Jon Lech Johansen – den meisten auf Grund seiner Mitarbeit an der DVD-Entschlüsselungssoftware DeCSS bekannt – hat nun einen Weg gefunden, diese Beschränkung zu umgehen und via iTunes erworbene Songs auch unter anderen Betriebssystemen wie Linux, Solaris, BeOS oder FreeBSD abspielen zu können.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Johansen war es bereits im November 2003 gelungen, das Digital Rights Management (DRM) von iTunes unter Windows auszuhebeln. Wie er in einer E-Mail dem Magazin The Register mitteilte, brauchte er nur ein wenig mehr Zeit, um auch einen Weg zu finden, bei iTunes gekaufte Songs unter fast jedem Betriebssystem zum Laufen zu bringen. Dazu setzte er auf den Open-Source-Mediaplayer VideoLAN, der für zahlreiche Betriebssysteme verfügbar ist.

Apple stellt unter normalen Umständen mit Hilfe einer System-ID sicher, dass bei iTunes heruntergeladene Musik an einen bestimmten PC gebunden ist. Diese System-ID wird dabei von vier verschiedenen Faktoren bestimmt: der Seriennummer des C:-Laufwerks, der Version des BIOS, dem Namen der CPU sowie der Windows Product ID. "Sobald man nun den VideoLAN-Client unter Windows ausführt, schreibt er diese System-ID in eine Datei. Diese ID ist dann systemunabhängig und kann so von den GNU/Linux-Versionen der VideoLAN-Clients genutzt werden" , so Johansen gegenüber The Register.

Johansen erwartet nun gespannt eine Reaktion von Apple: "Jetzt werden wir herausfinden, wie ernst es Apple mit dem "Fair Use" wirklich ist."


Relevante Themen