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Dual-Layer-DVDs - 8,5-GByte-Datenscheiben mit Hürden

Erste DVD-Brenner mit niedrigen Brenngeschwindigkeiten und hohen Anforderungen? Bisher erhältliche DVD-Brenner können nur eine Datenschicht beschreiben, im Frühjahr 2004 sollen aber verschiedenen Presseberichten zufolge die ersten marktreifen Dual-Layer-fähigen DVD-Brenner vorgestellt werden. Einem CNET-Artikel(öffnet im neuen Fenster) zufolge geht das Brennen von Dual-Layer DVD-Medien mit Schwierigkeiten einher, die für weitere Kompatibilitätsprobleme mit DVD-Laufwerken sorgen dürfte.
/ Christian Klaß
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Derzeit sieht es so aus, als ob die DVD+RW-Allianz schneller mit Dual-Layer-fähigen DVD+R-Medien und -Laufwerken aufwarten kann, immerhin stellte Philips bereits im Oktober 2003 eine erste "DVD+R9"-DVD vor und kündigte eine Markteinführung für 2004 an. Verschiedenen Presseberichten zufolge sollen die ersten Laufwerke im ersten Halbjahr 2004 ausgeliefert werden. Auch die um Pioneer gescharte Konkurrenz, das DVD-Forum (DVD-R/-RW), arbeitet laut CNET an einer eigenen Dual-Layer DVD-R für 2004, so dass der Kampf um den vorherrschenden Standard in ein weiteres Feld getragen wird – während Multiformat-DVD-Brenner immer größere Verbreitung finden.

So vielversprechend die Kapazitätssteigerung von 4,7 auf 8,5 GByte klingt, so viele Probleme machen die zwei übereinander liegenden Layer jedoch beim Brennen: Zum einen werden die ersten Laufwerke laut CNET wohl nur eine 2,4fache Schreibgeschwindigkeit erreichen, zum anderen müssen – um bei Layer-Wechsel Probleme mit DVD-Laufwerken und insbesondere DVD-Playern zu vermeiden – beide Layer möglichst komplett (Dual-Layer-DVD-R) oder zu möglichst gleichen Teilen (DVD+R9) beschrieben werden. Letzteres ist per Software bei Daten mit bekannter Größe laut Philips leicht steuerbar, da bei der DVD+R9 beide Schichten eine passende Reflexion aufweisen müssen, lediglich im Randbereich könnte ohne Wiedergabeprobleme auch ein Teil einer Schicht unbeschrieben bleiben.

Was im Computerbereich zu verschmerzen sein mag, ist beim Einsatz in künftigen DVD-Rekordern allerdings nicht mehr so angenehm: Bei einer Aufzeichnung etwa von Fernsehbildern und somit nicht feststehender Datenmenge wird z.B. bei der DVD+R9 ein Auffüllen des nicht mit Video gefüllten Teils eine Finalisierungszeit von – im ungünstigsten Fall – bis zu 25 Minuten mit sich bringen. Diese Wartezeit wird – so zitiert CNET Philips – nur durch Geschwindigkeitssteigerungen, etwa auf 4fach, verringert werden können. Vom Konkurrenten Pioneer ist unterdessen zu hören, dass man beim DVD-Forum auf Grund der noch nicht gelösten Probleme eher vorsichtig mit der Markteinführung sei und diese nicht überstürzen wolle.

Aktuelle Multiformat-DVD-Brenner mit 4fach-Schreibgeschwindigkeit für 4,7-GByte-Medien gibt es bereits für rund 110,- Euro, ab und zu als Aktion auch mal für rund 100,- Euro. Geräte mit 8fach-Schreibgeschwindigkeit schicken sich gerade an, die 4fach-Geräte abzulösen, kosten aber im Schnitt noch mindestens 50 Euro mehr. In Anbetracht dessen, dass auch heute nicht jeder DVD-Brenner jeden DVD-Rohling verarbeiten kann, stellt sich die Frage, welche Erfahrungen Nutzer bei den deutlich anspruchsvolleren Dual-Layer-Medien erwarten werden.


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