Novell: Wir halten das Urheberrecht an UNIX
Wie auch zuvor SCO hat Novell seinerseits seine Urheberrechte an UNIX beim US-Copyright-Office registriert. Diese Registrierung sagt zwar nichts darüber aus, ob die Ansprüche von Novell oder SCO berechtigt sind, sie ist aber notwendig, um eine Urheberrechtsklage einzureichen.
Novell hatte sich in dem Streit bereits im Mai 2003 zu Wort gemeldet. In einem Brief an SCO-Chef Darl McBride hatte Novell-CEO Jack Messman SCO mitgeteilt, dass nach dem Wissen von Novell der Kauf von UNIX durch SCO nicht alle mit UNIX verbundenen Urheberrechte umfasse. Novell hatte einst die UNIX-Rechte von AT&T übernommen, sie aber später an SCO verkauft. SCO selbst wurde schließlich vom Linux-Anbieter Caldera übernommen, der sich später in SCO umbenannte.
Laut Novell(öffnet im neuen Fenster) schließt der Vertrag zur Übernahme von UNIX durch SCO explizit die Übernahme von Urheberrechten aus. Lediglich die Rechte, die SCO benötige, um seine Rechte in Bezug auf die Übernahme von UNIX und UnixWare durchzusetzen, seien von dieser Beschränkung ausgeschlossen. SCO habe aber zu keiner Zeit gezeigt, dass die Urheberrechte notwendig seien, um die durch Novell im Vertrag gewährten, beschränkten Rechte durchzusetzen.
SCO seinerseits weist die Auffassung von Novell bezüglich der Verträge zurück und wirft Novell vor, gemeinsam mit IBM den Wert von UNIX und UnixWare zerstören zu wollen. SCO werde dies aber nicht zulassen, heißt es in einem Antwortschreiben von SCO.
Der Streit zwischen SCO und Novell erstreckt sich auch in andere Bereiche: So hatte SCO kurz nach der Übernahme von SuSE durch Novell behauptet , dass Novell mit dieser Übernahme gegen Verträge mit SCO verstoße. Novell dürfe SuSE daher nicht kaufen.