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Linus Torvalds widerlegt SCOs neue Beweise

Von SCO angeführte Dateien hat Torvalds zum Teil selbst geschrieben

In den von SCO angekündigten Drohbriefen an Lizenznehmer und Linux-Nutzer führt SCO neue Beweise an, die eindeutig belegen sollen, dass UNIX-Code unrechtmäßig in Linux kopiert wurde. Nach der Veröffentlichung eines der Briefe durch LWN.net äußerte sich Linus Torvalds zu den von SCO darin vorgelegten angeblichen Beweisen. Laut Torvalds lässt sich klar zeigen, dass die von SCO angeführten, angeblich in Linux kopierten Dateien keinesfalls kopiert wurden.

Artikel veröffentlicht am ,

"[...] In anderen Worten: Ich denke wir können die Behauptungen von SCO, dass diese 65 Dateien irgendwie kopiert wurden, komplett niederreißen. Ganz klar, sie wurden nicht kopiert", so das Fazit von Torvalds nach einer ersten Durchsicht der Dateien.

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Zwar habe er nicht den "Original-UNIX-Code", um die Quelltexte zu vergleichen, doch die Dateien, die er überprüft habe, hätten definitiv keine UNIX-Geschichte. Die übrigen seien in erster Linie errno.h, signal.h und ioctl.h und auch wenn er sie nicht analysiert habe, könne er ausschließen, dass diese aus UNIX kopiert wurden.

So nutze errno.h andere Fehler-Nummern als das "Original-UNIX". Er sei sich dem sicher, schließlich hätten die Fehler-Nummern später übersetzt werden müssen, um binäre Emulationen zu erlauben.

Ähnliches gelte für "signal.h": Während Linux ursprünglich nicht über das Signal SIGBUS verfügte, wurde es später der 7 zugeordnet, während "echte UNIXe" die 10 verwenden. Auch wenn Linux in weiten Teilen die gleichen Signalnamen und Fehler-Nummern verwende, seien diese eindeutig nicht aus einem "echten UNIX" kopiert. Auf einigen Architekturen habe man die Fehlernummer allerdings an die eines "echten UNIX" angepasst.

Andere von SCO angeführte Dateien wie "include/linux/ctype.h" und "lib/ctype.h" habe er explizit selbst geschrieben und diese wären seit dem ersten Linux-Kernel mit der Version 0.0.1 aus dem September 1991 ein Teil von Linux. Torvalds dazu: "Ich habe sie selbst geschrieben (und wenn ich mir die ursprüngliche Dateien ansehe, bin ich etwas beschämt: Die Makros 'toupper()' und 'tolower()' sind so unglaublich hässlich, dass ich nicht zugeben würde, sie selbst geschrieben zu haben, wenn nicht jemand anderes behaupten würde, dies getan zu haben."

Zudem sei es ein Aufwand von kaum mehr als fünf Minuten, um diese Dateien zu schreiben und ihr Inhalt unterscheide sich von den entsprechenden BSD-/UNIX-Dateien, erklärt Torvalds.



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Andreas 29. Dez 2003

Mal ohne Scheiss, wie wollen die das denn beweisen, wenn der Code clever kopiert wurde...

Andreas 29. Dez 2003

Ich sagte ohne Text... Grrrrr

ei.no 29. Dez 2003

Soll heissen, die von SCO angegebenen Beweise sind unwesentliches Beiwerk (ctype... da...

Norbert 28. Dez 2003

Soll das heißen, Linux ist nur "unwesentliches Beiwerk" zu SCOs Unixware?! Wohl eher nicht.

Tschö, SCO 28. Dez 2003

UrhG § 57 Unwesentliches Beiwerk Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und...


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