RealNetworks verklagt Microsoft
RealNetworks habe durch Microsofts über Jahre andauerndes, schädigendes Verhalten erheblich an Umsatz und Marktanteilen eingebüßt. Microsoft habe seine Monopolmacht genutzt, um PC-Herstellern zu untersagen, andere Media-Player als den von Microsoft mit ihren PCs auszuliefern.
Zwar sei man durch Innovationen in der letzten Zeit gewachsen, doch wäre der eigene Umsatz um einiges höher, hätte Microsoft sich nicht in illegaler Art und Weise verhalten, so RealNetworks-Chef Rob Glaser. Dabei stützt sich RealNetworks auf ähnlichen Fälle, die bereits vor diversen Gerichten verhandelt wurden, nachdem Microsofts Monopolmissbrauch per Gericht festgestellt wurde. In den meisten Fällen hat sich Microsoft gegen Zahlung von Schadensersatz außergerichtlich einigen können.
RealNetworks rechnet mit einer Prozessdauer von drei Jahren und Kosten von 1,5 Millionen US-Dollar für dieses Quartal sowie 12 Millionen für das kommende Jahr. Vertreten wird RealNetworks dabei von den Kanzleien Bartlit Beck Herman Palenchar & Scott, der Summit Law Group und McManis Faulkner & Morgan.
In Europa geht die EU-Kommission derzeit wegen ähnlicher Vorwürfe gegen Microsoft vor.