Spieletest: Itch - Witziges Denkspiel mit wilden Flöhen
Netter Knobelsport für PC. Auch wenn vor allem viele Gelegenheitsspieler gerne mal ein bisschen Zeit mit einem Knobelprogramm verbringen, ist die Anzahl der Neuveröffentlichungen hier recht übersichtlich; meist bekommt man zudem nur recht lieblose Kopien von Tetris und Konsorten geboten. Mit Itch ist den Entwicklern bei JoWooD nun allerdings ein sehr amüsanter und herausfordernder Spaß für die grauen Zellen gelungen.
Auf kleinen Spielfeldern sind bei Itch Flöhe in verschiedenen Farben untergebracht, die vom Spieler beseitigt werden sollen. Hierzu muss man mindestens vier der gleichen Sorte zueinander bringen - entweder, indem man eine Reihe oder aber eine quadratische Formation bildet.
Erschwert wird dies durch eine Reihe kleiner Gemeinheiten. So darf jeder Floh zum Beispiel nur einmal bewegt werden - danach klebt er an dem Platz fest, zu dem man ihn hat wandern lassen. Ein Richtungswechsel der Figuren ist ebenfalls nur einmal erlaubt, Hindernisse und andere Flöhe dürfen zudem nicht übersprungen werden. Und dann gibt es noch eine ganze Reihe Extras auf dem Spielfeld - etwa Falltüren, Bomben-Flöhe und Joker, die jede Farbe annehmen können, aber auch Felder, die die Flöhe in eine andere Richtung lenken oder die nur von Flöhen einer bestimmten Farbe passiert werden dürfen.
Die Präsentation ist Denkspiel-typisch sehr spartanisch, nichtsdestotrotz aber durchaus gelungen - die Animation der kleinen Tierchen ist teilweise wirklich herzallerliebst. Die nervtötende, in Endlosschleifen laufende Fahrstuhl-Musik hingegen wird auch der ausgeglichenste Spieler schon bald nicht mehr ertragen können.
Für langen Spielspaß ist übrigens gesorgt: Neben den diversen Modi, die den Spieler die Aufgaben wahlweise auch unter Zeitdruck erfüllen lassen, gibt es insgesamt fünf Klassen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und zahlreichen Aufgaben - bei späteren Rätseln werden selbst erfahrene Knobler ganz schön ins Schwitzen kommen. Die gelungene Maussteuerung macht einem dabei glücklicherweise keine Schwierigkeiten, und die Tatsache, dass man direkt von CD spielen kann - eine Installation also nicht unbedingt erforderlich ist -, weiß ebenfalls zu gefallen.
Itch ist für PC ab sofort im Handel erhältlich. Der Preis liegt bei etwa 15 Euro, was angesichts der zahlreichen Puzzle-Aufgaben für dieses Spiel durchaus gerechtfertigt ist.
Fazit: Bei Itch setzt schnell die gleiche Faszination ein wie bei anderen guten Denkspielen: Zunächst schreckt die magere Präsentation etwas ab, hat man dann aber nach ein paar Minuten das Spielprinzip verinnerlicht, kommt man so schnell nicht mehr von dem Titel los. Die simple Bedienung und der stetig steigende Schwierigkeitsgrad sorgen zudem dafür, dass die Motivation nicht so bald wieder nachlässt - wer nach einer netten Knobelei für zwischendurch sucht oder seine grauen Zellen mal wieder richtig fordern möchte, ist mit Itch bestens bedient.