Siemens bringt vernetzte Hausgeräte auf den Markt
Einige Anwendungsszenarien für vernetzte Haushaltsgeräte liefert Siemens gleich mit: Per Handy kann man beispielsweise nach der Abfahrt in den Urlaub kontrollieren, ob eine Herdplatte versehentlich noch heizt, und man könnte den Herd sogar ausmachen. Innerhalb des Hauses können nahezu alle Funktionen der angeschlossenen Geräte über einen PC (sinnvollerweise über einen tragbaren Rechner) bedient werden.
Zunächst sollen mit der Zusatzfunktion Herde, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner und Klimageräte aus der Oberklasse ausgestattet werden. Das Geräteangebot umfasst heute bereits elf Produkte, u.a. Herd, Backofen, Dunstabzugshauben, Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler sowie Waschmaschine und Trockner.
Die Anwender können über eine Windows-Oberfläche auf alle angeschlossenen Geräte zugreifen. Möglich sind Warnmeldungen, wenn sich etwa ein Kind ein Eis aus dem Gefrierschrank geholt und die Tür nicht fest geschlossen hat – das System schlägt dann Alarm, wenn die Temperatur zu hoch wird und die Lebensmittel zu tauen drohen. Wenn ein Gerät ausfällt, kann der Kundendienst eine Fernüberprüfung machen, was bei kleineren Fehlern die teure Anfahrt eines Technikers sparen kann.
Die zur Vernetzung vorbereiteten Geräte kosten nach Siemens-Angaben nur 50,- Euro Aufpreis. Sie haben den Einschubschacht und können daher auch später nachgerüstet werden. Das Bediensystem kostet allerdings 3.999,- Euro; darin ist aber der Tablet-PC Siemens Stylistic für 2.500,- Euro enthalten.
Serve@Home baut auf einem offenen Standard auf – deshalb können in Zukunft auch Heizung, Beleuchtung oder Jalousien an die Vernetzung angeschlossen werden. Ob auch Dritthersteller entsprechende Geräte planen, wurde nicht bekannt.
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