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Digitale Videorekorder: Es weihnachtet sehr

Für viele ist der Abschied von der VHS-Kassette ausgemachte Sache. Weihnachten steht vor der Tür und digitale Videorekorder (DVD- und Festplattenrekorder) werden – wenn man sie mit dem letzen Weihnachtsfest vergleicht, nun für viele zu erschwinglichen Preisen angeboten. Nicht zuletzt dadurch stieg der Bekanntheitsgrad der Geräte in der Bevölkerung und natürlich auch die Kaufabsicht.
/ Andreas Donath
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Waren in der letzten Saison noch DVD-Player ein besonderes Highlight, werden dieses Jahr vermehrt digitale Videorekorder unter dem Christbaum zu finden sein. Obwohl diese Geräte erst vor ungefähr zwei Jahren auf den Markt gekommen sind, ist ihr Bekanntheitsgrad mit 66 Prozent unter den Videonutzern schon beachtlich hoch. Ebenfalls zwei Drittel der befragten Personen planen den Kauf eines digitalen Videorekorders, so eine Befragung unter 500 Videonutzern aus dem Online-Panel "Panopia" der Smart-Research GmbH.

23 Prozent wollen dies der Studie zufolge bereits innerhalb des kommenden Jahres tun. 5 Prozent geben an, bereits innerhalb der nächsten sechs Monate einen Kauf zu planen, weitere 18 Prozent planen den Kauf innerhalb eines Jahres.

Die besten Absatzchancen der Befragung nach haben Hersteller von Kombinationsgeräten. 74 Prozent der befragten Personen bevorzugen einen digitalen Videorekorder, der Aufnahmen wahlweise auf DVD oder Festplatte ermöglicht, 20 Prozent präferieren reine DVD-Rekorder und lediglich 6 Prozent geben reinen Festplattenrekordern den Vorzug.

Generell sind die befragten Personen gut über das Themengebiet der digitalen Videorekorder informiert. Trotz der Neuartigkeit dieser Geräte geben 66 Prozent der Befragten an, bereits von dieser Technik gehört zu haben. Ein Blick auf die Geschlechterverteilung zeigt, dass 80 Prozent der Männer, aber lediglich 52 Prozent der Frauen digitale Videorekorder kennen.

Der durchschnittliche Preis, den die befragten Personen für einen digitalen Videorekorder zu zahlen bereit sind, liegt bei 316 Euro. Dabei ist festzustellen, dass Männer eine höhere Zahlungsbereitschaft als Frauen aufweisen. Während Frauen nur ca. 300 Euro zahlen würden, sind Männer dazu bereit, etwa 330 Euro auszugeben.

"Time Shift", "Replay", "automatische Indexerstellung" – dieses sind die Techniken, mit denen die Konsumenten vom Kauf eines digitalen Videorekorders überzeugt werden sollen. In einer Rangreihe der wichtigsten Verbesserungen gegenüber den analogen Geräten sehen die Befragten die bessere Bildqualität ganz vorne. Einen weiteren wesentlichen Vorteil den Interessentebekundungen nach stellt die Möglichkeit dar, jede beliebige Stelle eines Filmes ohne vor- oder zurückspulen erreichen zu können. Den dritten und vierten Rang nehmen die Verbesserungen in der Tonqualität und die nahezu verlustfreie Wiederbeschreibbarkeit der Aufnahmemedien ein.

Weitere Vorteile von digitalen Videorekordern sehen die befragten Personen in der parallelen Aufnahme- und Abspielmöglichkeit, der automatischen Indexerstellung, dem Kopieren ohne Qualitätsverlust sowie der Möglichkeit der Datenübertragung zwischen PC und digitalem Videorekorder.

Die von der Unterhaltungsindustrie überwiegend beworbenen Funktionen "Time-Shift" und "Replay" werden von den befragten Personen zwar als wichtig eingestuft, rangieren jedoch insgesamt auf den unteren Rängen. Das Schlusslicht bilden die Programmierbarkeit der Rekorder via Internet und Handy.

Die neue Generation der Videorekorder läutet auch bei den Speichermedien eine neue Ära ein. Wurden bis jetzt Filme auf VHS-Kassetten aufgenommen, kommen nun digitale Medien wie DVD-Rohlinge oder Festplatten zum Einsatz. Die höchsten Absatzchancen bieten digitale Geräte, in denen beide Speichertechniken (DVD und Festplatte) kombiniert sind. Für ein Kombigerät würden sich 74 Prozent der befragten Personen entscheiden. 20 Prozent sind an einem reinen DVD-Rekorder interessiert und für nur etwa 6 Prozent käme der Kauf eines Festplatten-Rekorders in Frage. Mit durchschnittlich 326 Euro ist die Zahlungsbereitschaft für Kombigeräte am höchsten. Für einen DVD- oder Festplattenrekorder liegen die akzeptierten Preise nur bei 281 bzw. 306 Euro.


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