Volkswirtschaftliche Studien: Microsoft statt Open Source

Auch lasse sich aus der Position einzelner Anbieter auf bestimmten Teilmärkten des IT-Sektors, insbesondere bei Desktop-Betriebssystemen und Büro-Software, keine Rechtfertigung für die Förderung von Open-Source-Software ableiten.

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Die mangelnde Bepreisung des Endproduktes übertrage sich unmittelbar auf die vorgeschalteten Faktormärkte und setze dort marktwirtschaftliche Lenkungsmechanismen außer Kraft, so die Forscher. "Es können daher viele Entwickler an Programmen arbeiten, die niemand haben will oder Programme nicht entstehen, die von den Nutzern gewünscht werden." Selbst die weite Verbreitung eines Open-Source-Produktes sei kein zuverlässiger Indikator für eine geglückte Ressourcenlenkung, gebe sie doch keinen Anhaltspunkt darüber, ob der Einsatz der Entwicklungskapazität für ein alternatives Produkt zu einer höheren Befriedigung der Kundenbedürfnisse beigetragen hätte.

Die Argumentation, die praktisch kostenlose Kopierbarkeit von Software führe dazu, dass es unter Softwarenutzern keine Rivalität gebe, weisen die Forscher zurück. Vielmehr herrsche vor der Entwicklung neuer Software Wettbewerb um den Einsatz knapper Entwicklungskapazität und damit um die Frage, welche neuen Produkte entwickelt werden sollen und welche nicht. "Gerade im Softwaresektor mit seinen hochqualifizierten Beschäftigten sollte die Ressourcenlenkung nach marktwirtschaftlichen, d.h. produktivitätsorientierten Kriterien erfolgen, um die volkswirtschaftlich knappe Ressource Entwicklungskapazität nicht zu verschwenden."

Kommerzielle Geschäftsmodelle, die Open Source nutzen, um den Verkauf komplementärer Dienste und Produkte zu fördern, führen nach Ansicht der Forscher zu einer Quersubventionierung, die das marktwirtschaftliche Preisgefüge verfälscht und zu erheblichen Verzerrungen in der Produktionsstruktur führen könne. So würde z.B. die Finanzierung von Softwareentwicklung über das Servicegeschäft die Servicepreise über die dort tatsächlich anfallenden Kosten treiben, wodurch die Nachfrage nach diesen Leistungen geringer ausfällt als es in einer marktwirtschaftlichen Ordnung möglich wäre. "Ökonomisch unterschiedliche Aktivitäten (Softwareentwicklung, Serviceleistungen) sollten auch unabhängig voneinander bepreist werden, um dem Nachfrager klar zu signalisieren, welche Ressourcen zur Befriedigung seiner Bedürfnisse tatsächlich in Anspruch genommen werden."

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ihrgend ein Urmel 20. Feb 2004

Aber man sollte von Microsoft erwarten können das es sicherer ist.

FatherMalone 13. Dez 2003

All denen, die Redhat's eingeschlagenen Weg bzgl Fedora/Redhat Enterprise und der damit...

FatherMalone 13. Dez 2003

lynx --mime_header -head http://mice.uni-muenster.de/mers/mers3-EconomicImpact_de.pdf...

LOL - mice.uni... 13. Dez 2003

Die Studie kann im übrigen über einen Apache "ge-powerten" Server gesaugt werden. LOL...

Nameless 12. Dez 2003

Genau! Und wenn ein (älterer) Programmierer für Microsoft nichts mehr bringt, wird ihm...


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