Internet Explorer verschleiert wahre Web-Adressen
Der Fehler tritt mindestens im Internet Explorer 6.0, womöglich aber auch in früheren Versionen des Browsers auf. So genügt das Einfügen der Zeichenfolge %01 vor einem @-Zeichen, um die anschließende bösartige Web-Adresse zu verstecken. Um etwa die URL http://www.vertrauliche_Seite.de anzeigen und darüber die betrügerische Homepage aufrufen zu lassen, würde die Beispiel-URL folgendermaßen aussehen: http://www.vertraulich.de%01@boesartig.de/seite.html.
Angreifer können diesen Trick nutzen, um so etwa eine als vertraulich bekannte Webseite in der Adresszeile anzeigen zu lassen, dabei aber die gesendeten Daten auf ganz andere Server zu leiten. Der Anwender bemerkt das nur schwer, weil die Adresszeile eben Teilinformationen der URL nicht anzeigt.
Der Entdecker des Sicherheitslecks "Zap The Dingbat" bietet auf seiner Webseite einen Beispielcode(öffnet im neuen Fenster) an, der zeigt, welche Folgen das Sicherheitleck hat. Die Beispiel-URL zeigt eine vermeintliche Microsoft-Homepage, wobei sich die tatsächlichen Daten natürlich nicht auf einem Microsoft-Server befinden.
Wie bereits am 9. Dezember 2003 berichtet, lässt Microsoft die monatlich geplanten Sicherheits-Patches im Dezember ausfallen, obgleich bereits im November 2003 abermals gefährliche Sicherheitslecks im Internet Explorer entdeckt wurden, für die bislang keine Patches bereitstehen. Gegenüber dem US-Magazin News.com(öffnet im neuen Fenster) räumt Microsoft ein, dass in diesem Monat einfach keine Patches fertig geworden sind.
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