Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Linus Torvalds: McBride widerspicht dem Gesetz

Linux-Erfinder über SCOs Rechtsauslegung. Linux-Entwickler Linus Torvalds tritt in einer Kolumne für T-World(öffnet im neuen Fenster) den Ansichten von SCO-Chef Darl McBride bezüglich der GPL entgegen. Nach Ansicht von McBride verstößt die GNU General Public License gegen die Verfassung der USA sowie gegen amerikanisches und europäisches Urheberrecht.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

McBride argumiert in seinem offenen Brief, dass die Förderung von Wissenschaft und bildender Kunst Profit als Motiv voraussetzt, was von der GPL untergraben werde. Dabei verweist McBride auf Entscheidungen des US-Kongresses sowie des US-Supreme-Court, um seine Rechtsauffassung zu untermauern.

Torvalds tritt der Argumentation von McBride entgegen. Hätte McBride Recht, so Torvalds, würden auch staatliche Universitäten gegen Gesetze verstoßen, steht hinter ihnen doch nicht die Absicht, einen Profit zu erzielen.

Torvalds verweist dabei auf eine Definition aus der US-Gesetzes-Sammlung(öffnet im neuen Fenster) (Titel 17 – Urheberrechte, Kapitel 1, Abschnitt 101), die einen "finanziellen Gewinn" als etwas, das man erhält oder die Aussicht darauf definiert, einschließlich urheberrechtlich geschützer Arbeiten von anderen. Und genau dies sei es, was die GPL beschreibt.

McBride liege daher mit seinen Ausführungen nicht nur falsch, er widerspreche explizit den entsprechenden Gesetzen.


Relevante Themen