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Spieletest: Mario Party 5 - Brettspielspaß für GameCube

Neuauflage des virtuellen Brettspiels. Pünktlich ein Jahr nach der Veröffentlichung von Mario Party 4 bringt Nintendo auch schon wieder eine Neuauflage des virtuellen Brettspiels für den GameCube auf den Markt. Geändert hat sich wenig – wieder treten vier Spieler auf einem Spielbrett gegeneinander an und konkurrieren in über 70 Mini-Spielen.
/ Thorsten Wiesner
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Zunächst wählt man eines von mehreren, thematisch unterschiedlichen Spielfeldern wie etwa das Spielzeugland aus, danach entscheiden sich die bis zu vier Mitspieler für einen Nintendo-Charakter wie Luigi oder Yoshi, und schon kann das Spiel beginnen. Der Ablauf ist immer rundenweise: Nacheinander würfelt jeder Spieler, zieht dann der Augenzahl entsprechend auf dem Spielbrett vorwärts und darf sich – je nach Spielfeld, auf das man gelangt – auf bestimmte Ereignisse freuen. Während man an vielen Orten einfach nur Münzen bekommt, kann bei den so genannten Ereignisfeldern auch mal etwas durchaus Unangenehmes passieren – etwa, dass man durch die Luft geschleudert wird und an einer ganz anderen Stelle des Spielfeldes wieder aufkommt.

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Am Ende jeder Runde gibt es dann ein Minispiel, in dem entweder alle Spieler gegeneinander antreten oder aber Gruppen unter den vier Charakteren gebildet werden. Die Mini-Games sind alle sehr simpel und fast immer sofort verständlich. Da muss man sich mal durch einfaches Drücken des A-Knopfes einen Weg durch ein Labyrinth basteln, ein kleines Wasserrennen als Erster beenden oder beim Ziehen von verschiedenen Seilen das Glück haben, nicht die falsche Wahl zu treffen und von einem schweren von oben herabfallenden Gegenstand getroffen zu werden.

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Mit den in den Spielen gewonnenen Münzen lassen sich dann unter anderem Kapseln kaufen, die vor jeder Runde eingesetzt werden und je nach Typ unterschiedliche Funktionen haben. So kann man etwa Ereignisfelder an anderen Stellen platzieren, Mitspielern Münzen klauen oder in einer Runde gleich mehrmals würfeln. Noch wichtiger sind allerdings die über das Spielfeld verstreuten Sterne – wer am Ende die meisten von ihnen eingesammelt hat, gewinnt das Spiel.

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Hat man keine Mitspieler zur Seite, kann man im Story-Modus auch alleine antreten; der Spielablauf ist hier allerdings mehr oder weniger identisch, nur längst nicht so unterhaltsam: Alleine sind die Mini-Spiele doch zu simpel, um längere Zeit Spaß zu machen, wirkliches Vergnügen kommt nur dann auf, wenn man wahlweise ge- oder misslungene Aktionen der anderen auch kommentieren kann.

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Abgesehen davon, dass Nintendo neue Mini-Spiele geschrieben hat und die Spielfelder anders aussehen, hat sich ansonsten allerdings wenig getan – optisch und akustisch nehmen sich Mario Party 4 und 5 kaum etwas. Neueinsteigern sei daher auch eher der vierte Teil empfohlen – den gibt es in Nintendos Player's Choice-Reihe bereits für knapp 30 Euro zu kaufen, während für den fünften Teil im Handel zwischen 50,- und 60,- Euro verlangt werden.

Fazit:
Für Mario Party 5 gilt praktisch das Gleiche wie für die Vorgänger: Sitzt man oft mit mehreren Freunden vor dem GameCube, ist dieser Titel familientaugliches und sehr unterhaltsames Entertainment, als Solo-Spieler hingegen verliert man schon bald die Lust an den arg simplen Mini-Spielchen. Schade ist zudem, dass die Veränderungen zum Vorgänger doch sehr minimal ausgefallen sind – wer Mario Party 4 schon besitzt, braucht diesen Titel eigentlich nicht.


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