Spieletest: Project Gotham Racing 2 - Der Rennspiel-Himmel
Ungemein abwechslungsreicher Stadt-Racer für die Xbox. Schon mit Project Gotham Racing schufen die Entwickler von Bizarre Creations einen Klassiker für die Xbox – Top-Grafik, zahlreiche Autos und abwechslungsreiche Strecken zeichneten den Titel aus. Der Nachfolger bietet nun mit über 100 Traumautos, mehr als 200 Aufgaben und wunderschönen Strecken nochmals deutlich mehr Fahrvergnügen.
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Wie schon im ersten Teil kommt es auch in Project Gotham Racing 2 nicht einfach nur darauf an, Bestzeiten hinzulegen und das Verfolgerfeld hinter sich zu lassen. Beeindruckende Fahrkünste sind hier mindestens genauso wichtig, denn für spektakuläre Drifts, fehlerfreie Runden, das Fahren im Windschatten oder gar das kurzzeitige Abheben von zwei Rädern bekommt man so genannte Kudos – Stil-Punkte, die sich dann gegen neue Fahrzeuge und Aufgaben eintauschen lassen.
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An Abwechslung im Spielverlauf herrscht kein Mangel: Je nachdem, ob man sich einfach für ein Arcade-Rennen oder gleich die Kudos-Meisterschaft entscheidet, warten diverse Aufgaben auf den Spieler. Neben typischen Stadtrennen mit mehreren Teilnehmern gibt es unter anderem Verfolgungsjagden, Duelle, Zeitrennen, in denen man die Runde im vorgegebenen Rahmen beenden muss, und Slalom-Kurse, auf denen beim Durchqueren von kleinen Hütchen viel Feingefühl verlangt wird. Bei den Blitzer-Kursen schließlich muss der Wagen an einer bestimmten Stelle – genau dort, wo ein Blitzer angebracht wurde – eine vorgegebene Geschwindigkeit erreicht haben.
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Kernstück des Spiels ist die Weltmeisterschaft, die ihrerseits aus zahlreichen Ligen mit jeweils mehreren Aufgaben besteht. In jeder Liga warten dabei andere Fahrzeuge: Ist man zunächst mit relativ einfachen Wagen wie dem Ford Focus oder dem New Beetle unterwegs, warten in der Geländewagen-Klasse der BMW X5 und der Volvo XC90, bei den Coupés fährt man Audi TT oder Porsche, und später gibt es dann auch noch Klassiker wie den Mercedes-Benz 300 SL – der Fuhrpark umfasst insgesamt über 100 Autos und könnte schöner und umfangreicher kaum sein.
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Auch die Strecken sind immens abwechslungsreich: Insgesamt ist man in zehn Städten wie Moskau, Sydney, Florenz oder Chicago unterwegs, und überall wurden die Kurse detailgetreu dem Stadtbild nachempfunden – berühmte Sehenswürdigkeiten inklusive. Die Detailverliebtheit geht dabei soweit, dass die lokalen Radiostationen, die während der Rennen für die musikalische Untermalung sorgen, auch in der jeweiligen Landessprache ihre Ansagen machen – in Stockholm etwa bekommt man so schwedische Begrüßungsformeln zu hören.
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Dank des sehr variablen Schwierigkeitsgrades ist der Titel für Profis und blutige Anfänger gleichermaßen geeignet, denn jede Aufgabe kann in einem von fünf Schwierigkeitsgraden erfüllt werden. Für Siege in der niedrigsten Stufe bekommt man eine Stahlmedaille, die sich recht leicht verdienen lässt, die blitzenden Gold- und Platin-Medaillen – die natürlich deutlich höher dotiert sind – verlangen hingegen nach fast perfektem Fahrverhalten. Dank der intuitiven Steuerung ist aber auch das mit der Zeit zu meistern – wenig andere Konsolenrennspiele lassen einen so gefühlvoll die Wagen über die Strecke leiten, mit den beiden Trigger-Knöpfen können Gas- und Bremspedal zudem nahezu perfekt dosiert werden.
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Auch optisch brilliert Project Gotham Racing 2: Sowohl Strecken als auch Fahrzeuge sind detailreich modelliert, schöne Effekte wie etwa das gelungene Environment Mapping oder das umfangreiche Schadensmodell heben die Stimmung zusätzlich. Das Geschwindigkeitsgefühl ist trotz aller Pracht beachtlich gut, einzig im Mehrspielermodus – der bis zu vier Personen per Split-Screen zulässt – muss man teilweise unschöne Pop-Ups hinnehmen. Konsolenbesitzer mit Xbox-Live-Account können zudem natürlich auch online gegen bis zu sieben Kontrahenten antreten oder ihre neuen Bestzeiten auf den Server laden.
Fazit: Project Gotham Racing 2 ist Realität gewordener Rennspiel-Traum – die hier gebotene Fülle an Rennstrecken, Fahrzeugen und Aufgaben lässt wirklich keine Wünsche mehr offen. Da auch die Technik voll und ganz überzeugt, stellt der Titel ganz klar die derzeitige Rennspiel-Referenz dar – Xbox-Besitzer können sich jedenfalls über einen herausragenden Exklusiv-Titel freuen.