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Musikindustrie drohen auch 2004 massive Umsatzeinbußen

Universal-Deutschland-Boss sieht erst 2005 Licht. Die deutsche Musikwirtschaft muss auch im kommenden Jahr mit drastisch sinkenden Umsätzen rechnen. Nach Einschätzungen von Tim Renner, Deutschland-Chef des weltgrößten Musikkonzerns Universal Music, sollen die Verkaufszahlen noch einmal um neun bis 13 Prozent einbrechen, wie er dem Tagesspiegel sagte.
/ Andreas Donath
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Im Jahr 2003 sinken die Verkaufszahlen Branchenschätzungen zufolge um bis zu 20 Prozent. Die Branche leidet seit Jahren unter sinkenden Verkäufen, Raubkopien und illegalen Musik-Downloads im Internet. Mit einer Erholung sei frühestens in zwei Jahren zu rechnen. "Ich hoffe, dass 2005 die Talfahrt gestoppt sein wird und dass unsere Branche 2006 wieder wächst", sagte Renner.

Im Kampf gegen Musikpiraten setzt die Branche auf die Unterstützung des Gesetzgebers. "Wir hoffen, dass die zweite Novelle des Urheberrechts Mitte 2004 klare Verhältnisse schafft", sagte Renner. Dann könne es auch Klagen gegen illegale Raubkopierer und Downloads geben. Das im September 2003 novellierte Urheberrrecht sei noch nicht so, wie es sich die Branche wünsche. "Wir haben einen Anspruch, dass sich der Gesetzgeber, wenn er Rechte schützen will, auf die Seite derer stellt, die die Rechte haben", sagte Renner dem Tagesspiegel.

Phonoline, die gemeinsame Internet-Plattform der Musikkonzerne, soll im Dezember 2003 in einer Testversion über die Website der Elektronikkette Saturn ans Netz gehen. Voll funktionsfähig werde Phonoline "spätestens zur CeBIT 2004" sein, kündigte Renner an. Derzeit hapere es noch an der technischen Umsetzung. In der Testphase bei Saturn könne zunächst aus 70.000 Musikstücken ausgewählt werden, "die für einen Preis, der potenziell um die 99 Cent liegen wird, heruntergeladen werden können".


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