SCO: Open-Source-Entwickler sind chancenlos

SCO stütze sich auf die mächtigsten Stimmen im demokratischen Prozess, die ihre klare Unterstützung für die Gesetze zum geistigen Eigentum geben, auf die sich SCO nun berufe. Dabei verweist McBride zum einen auf den US-Kongress, zum anderen auf den United States Supreme Court, insbesondere dessen Entscheidung im Fall "Eldred v. Ashcroft". In einem nicht einstimmigen Urteil hatte der Supreme Court einer Klage gegen die Verlängerung des urheberrechtlichen Schutzes abgewiesen.

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Das Urteil bedeutet in der Auslegung von SCO, dass Profit der beste Motor ist, um die Weiterentwicklung der Wissenschaft zu sichern. Dem würden die FSF und auch Red Hat widersprechen. Verfechter der GPL hingegen seien der Meinung, dass die Eliminierung von Profit und der freie unreglementierte Zugang zu Software Innovation am besten fördere. Dem stehe aber die Entscheidung des Supreme Court entgegen, so SCO weiter.

Es sei auf Basis der Entscheidungen des US-Kongresses wie auch des Supreme Court ein großer Fehler von Software-Unternehmen, auf die GPL zu setzen. Die Positionen der FSF und von Red Hat basierten auf falschen Annahmen und kontraproduktiv in Bezug auf das System des Urheber- und Patentrechts. Verantwortungsvolle Unternehmen würden die GPL nur nutzen, da sie deren langfristige Konsequenzen für die Ökonomie falsch einschätzen würden. "Wir sind uns sicher, dass diese Unternehmen ihre Unterstützung für die GPL zurückziehen und auf einen verantwortungsvolleren Kurs einschwenken werden", so McBride.

Vor diesem Hintergrund werde SCO mit Hilfe des DMCA seine Rechte gegen alle verteidigen, die ihr geistiges Eigentum verbreiten, SCOs Urheberrechtshinweise aus Quelltexten entfernen, es in Linux nutzen oder unter der GPL anbieten. Dieses Vorgehen sei durch die US-Verfassung geschützt. "Wir tun dies, da wir wissen, dass tausende von Open-Source-Entwicklern, die glauben, 'Software sollte frei sein', nicht gegen den US-Kongress und sieben Richter des US-Supreme-Court bestehen können, die glauben, dass 'Profit der beste Motor ist, um die Weiterentwicklung der Wissenschaft zu sichern'", so Darl McBride.

Kommentar: Mc Bride gibt mit seiner Ankündigung weitere Briefe und einen Ausblick auf SCOs weitere Strategie, die offenbar darin besteht, den Rechtsstreit über lange Zeit in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Die Antwort von FSF, Red Hat und anderen GPL-Verfechtern auf diesen ersten Brief wird unterdessen wohl nicht lange auf sich warten lassen, enthält McBrides Brief doch konkrete, direkte und harte Vorwürfe an die FSF und Red Hat. Zudem erweckt McBrides Darstellung den Anschein, die GPL sei gegen das Urheberrecht gerichtet, obwohl sie nur auf Basis des Urheberrechts funktionieren kann.

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Michael - alt 24. Mai 2004

Also Deine Vorredner zeigen sich wesentlich intelligenter als Du. Solche Leute wie Du...

hans 28. Feb 2004

Mann Leute , das ist doch ganz offensichtlich ein Troll-Post.

Phil 08. Dez 2003

Sehr wichtiger Punkt! Ich persönlich bin glücklicher RedHat Nutzer (auf Servern) für...

Fitz 07. Dez 2003

siehe auch: http://www.pro-linux.de/news/2003/6257.html PS: Backdoor ist einfach eine...

Fitz 07. Dez 2003

Hmm, da gibts unter Windows tonnenweise Tools, die genau das selbe tun wie unter Linux...


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