Auch in Server von FSF und Gentoo wurde eingebrochen
Betroffen ist das Savannah-System der FSF, in das am 2. November 2003 eingebrochen wurde. Nachdem der Einbruch, der offenbar ähnlich ablief wie auf den Debian-Servern, am 1. Dezember 2003 entdeckt wurde, ist man derzeit dabei, das System neu aufzusetzen. Dabei arbeitet die FSF eng mit dem Debian-Projekt zusammen, trotz philosophischer Differenzen, wie es heißt. Um in Zukunft die Sicherheit der Systeme zu erhöhen, will man zudem eng mit dem Debian-Projekt zusammenarbeiten.
Der Einbruch in einen der Rsync-Server des Gentoo-Projekts geschah am 2. Dezember 2003. Dabei handelt es sich nach Angaben des Debian-Projekts nicht um einen Server, der zur offiziellen Gentoo-Infrastruktur zählt. Das System wurde aus der "rsync.*.gentoo.org -Rotation" entfernt, die Entwickler versichern aber, dass es keine Anzeichen gebe, dass der Portage-Baum auf dem System verändert wurde.
Die Angriffe wurden durch eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel möglich, die bereits im September entdeckt wurde. Dabei nutzten die Einbrecher einen "Integer-Overflow" im brk-Systemaufruf, mit dem sich Zugriff auf den gesamten Speicher und somit Root-Rechte erlangen lassen. Zwar existiert für das von Kernel-Entwickler Andrew Morton entdeckte Problem ein entsprechender Patch, dieser schaffte es aber nicht mehr in den Linux-Kernel 2.4.22. Im Kernel 2.4.23, der am vergangenen Wochenende erschienen ist, ist dieses Problem beseitigt. Auch der aktuelle Test-Kernel 2.6 ist bis zur Version 2.6-test5 betroffen.
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