Sun: Cheaper than Dell
"Im vergangenen Jahr haben wir intensiv mit Partnern wie AMD und Oracle zusammengearbeitet, um den Mehrwert von Solaris und des Java Enterprise Systems an unsere Kunden weiterzugeben" , so McNealy. "Wir haben fast hundert neue Features rund um den Network Computer ausgeliefert. Das beginnt bei Low-Cost-Systemen, die auf x86 oder UltraSPARC basieren und unter Solaris oder Linux laufen, und reicht bis zu einer kompletten Blade-Plattform mit N1 sowie unserem radikal neuen Java-System für Unternehmen und Desktops."
Dabei stellte McNealy vor allem Suns neue Preisstrategie in den Vordergrund, die er für den Hardware-Bereich kurz mit "Cheaper than Dell" zusammenfasst. Dennoch seien die Produkte profitabel, so auch im Softwarebereich, auch wenn hier nicht viel Geld zu verdienen wäre. Suns Engagement für Desktop-Software rechtfertigte McNealy vor allem damit, dass dies die Möglichkeiten zum Verkauf von Sun-Servern erhöhe. In dieselbe Richtung geht auch McNealys Argumentation bezüglich Suns Engagement bei x86-Systemen, das er vor allem als Einstieg sieht, um Kunden weitere Sun-Produkte zu verkaufen.
Das Unternehmen Sun sieht McNealy dabei als einen System-Anbieter, der sich deutlich von anderen Anbietern unterscheide. "Ein Server von Dell ist in gleichem Maße eine Web-Service-Lösung wie ein Kolbenring alleine einen Transport ausmacht" , so McNealy. Sun liefere zudem fertige Produkte, wo IBM einen Bausatz im Paket mit 400 Mechanikern anbiete.



