Schily fordert mehr Engagement gegen Computerkriminalität

Behörden sollen stärker unterstützt werden

Bundesinnenminister Otto Schily hat anlässlich der jährlichen Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden betont, dass im Kampf gegen die Computerkriminalität alle gefordert seien, die die neuen Technologien entwickeln, verbreiten und in Anspruch nehmen. Staatliches Handeln allein könne eine effektive und umfassende Bekämpfung der IuK-Kriminalität nicht leisten. Daher sei es notwendig, dass der Staat insbesondere mit Industrie und Wirtschaft eng kooperiere und gemeinsam mit dem Bürger gegen die rechtwidrige Nutzung vorgehe.

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In diesem Zusammenhang stellte Schily die Rolle der Internetprovider heraus und forderte ein verstärktes Engagement bei der Aufdeckung illegaler Inhalte im Netz. Darüber hinaus müsse eine sachgerechte Aufklärung und verstärkte Sensibilisierung der Bürger vor Gefahren durch Virenangriffe erreicht werden, damit auch der Privatanwender die geeigneten Sicherheitsmaßnahmen gegen Computerviren wie den "Sobig-F-Virus" ergreifen könne.

Inhalt:
  1. Schily fordert mehr Engagement gegen Computerkriminalität
  2. Schily fordert mehr Engagement gegen Computerkriminalität

"Das Internet stellt ein weltumspannendes Kommunikationsnetz bereit und trägt somit zur Verbreitung demokratischer und kultureller Werte bei. Auf Grund der rasanten Fortentwicklung und vielschichtigen Nutzungsmöglichkeiten birgt die Informationsgesellschaft aber leider auch Risiken und Gefahren für die innere Sicherheit. Es ist kein Geheimnis, dass auch Kriminelle die vielfältigen technischen Neuerungen für ihre Machenschaften zu nutzen wissen", so Schily.

"Die Bandbreite kriminellen Handelns reicht von Softwarepiraterie über Computerkriminalität, Hackingstraftaten, Datensabotage und Betrug bis hin zu der abscheulichen Verbreitung von Kinderpornografie im Internet. Diese Straftaten müssen mit aller Konsequenz und Härte bekämpft werden."

Der Bund, so Schily in seiner Rede weiter, sei gut aufgestellt und könne bereits beachtliche Erfolge auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden vorweisen. Er hob in diesem Zusammenhang besonders die bisherige Tätigkeit des Bundeskriminalamtes hervor: "Bereits seit 1999 existiert im Bundeskriminalamt eine zentrale Stelle für anlassunabhängige Recherchen in Datennetzen. Sie wertet das Internet rund um die Uhr systematisch aus, auf der Suche nach polizeilich relevanten, insbesondere kinderpornografischen Inhalten. Lassen sich entsprechende Verdachtsmomente bestätigen, sorgen die Mitarbeiter des BKA für die sofortige Beweissicherung des Sachverhalts."

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Bei der im September 2003 weltweit angelegten Operation "Marcy", durch die insgesamt 38 international agierende Tauschzirkel für Kinderpornografie gesprengt werden konnten, war Deutschland Ausgangspunkt für die Ermittlungen. Die internationale Zusammenarbeit in über 160 Staaten gegen rund 26.500 Tatverdächtige wurde beim Bundeskriminalamt koordiniert.

Nach den Ereignissen des 11. September 2001 habe der Bund seine Maßnahmen und Programme zur Förderung der IT-Sicherheit überprüft und in einigen Bereichen verstärkt.

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Michael 04. Dez 2003

?!? Sorry, Den hab ich jetzt nicht verstanden ?!?

Punxatan 04. Dez 2003

... und die Versender von Viren nach pakistanischem Recht behandeln?!

Michael 04. Dez 2003

Es wäre wirklich besser wenn Golem eine vernünftige Registrierung einbaut, damit der...

c.b. 04. Dez 2003

<Oh nein, das war eine Falle, aber ich habs auch erst gemerkt, als ich dein Posting...

Buffalo Bill 04. Dez 2003

Hi c.b. gern geschehen, aber was hab ich getan? jetzt weiß ichs :) viele Grüße Buffalo...



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