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Akzeptanz von Internetwerbung doppelt so hoch wie im TV

EIAA veröffentlicht erste europaweite Studie zur Mediennutzung. Zehn Prozent der Zeit, die Europäer insgesamt für die Nutzung von Medien aufwenden, entfallen mittlerweile auf das Internet. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie, die von der European Interactive Advertising Association (EIAA) in Auftrag gegeben wurde. Dabei beträgt der Anteil der Online-Werbung am europäischen Gesamtwerbebudget ungefähr 1,5 Prozent – ein klares Missverhältnis, denn bei der Mediennutzung liegt das Internet bereits vor den Zeitschriften (8 Prozent) und nur knapp hinter den Tageszeitungen (13 Prozent). Die Studie kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass das Fernsehen mit 41 Prozent nach wie vor an erster Stelle steht, obwohl fast 45 Prozent der Befragten angeben, auf Grund der Internetnutzung weniger fernzusehen.
/ Andreas Donath
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Millward Brown, ein Marktforschungsunternehmen, hatte 5.000 Personen befragt, um festzustellen, wie die Menschen in Europa die verschiedenen Medien nutzen. Die Internetnutzung in den europäischen Ländern gleicht sich demnach immer mehr an: Spitzenreiter ist England mit einer Verbreitung von 49 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 47 Prozent und Frankreich mit 41 Prozent. Italien mit 40 Prozent und Spanien mit 37 Prozent Verbreitung liegen zwar zurück, sind dabei nach Angaben der Marktforscher dabei stark aufzuholen.

34 Prozent der europäischen Internetnutzer gehen täglich online. Das Internet nutzen 72 Prozent der Befragten, um sich über Produkte zu informieren. 31 Prozent der befragten Mediennutzer glauben, dass Marken durch Online-Werbung ein fortschrittlicheres Image bekommen. Die Akzeptanz von Werbung ist im Internet doppelt so hoch wie beim Fernsehen – fast 90 Prozent der Befragten fühlen sich von zu viel TV-Werbung gestört.

Die Deutschen sind in Europa Spitze beim Online-Buchkauf: 56 Prozent der befragten Internetnutzer haben sich schon online über Bücher informiert, 49 Prozent auch online gekauft – dies entspricht einer Conversion-Rate von 88 Prozent. Europaweit informieren sich 47 Prozent der Nutzer online, letztendlich kaufen dagegen nur 31 Prozent. Daraus ergibt sich eine Conversion-Rate, die mit 66 Prozent klar unter dem deutschen Wert liegt.

Ein weiteres Ergebnis: Deutschland ist im Auktionsfieber – 46 Prozent der befragten Internetnutzer haben kürzlich eine Auktions-Website besucht, 27 Prozent mehr als im europäischen Durchschnitt, der bei 19 Prozent liegt.

Nigel Morris, President von Carat Interactive, kommentierte: "Diese Studie der EIAA bestätigt unsere Annahme, dass immer mehr Menschen das Internet häufiger nutzen und mehr Zeit damit verbringen. Trotz dieser Tatsache werden europaweit bislang erst 1,5 Prozent der gesamten Werbeinvestitionen für Online-Werbung aufgewendet. Momentan ist die Internetnutzung weiter als der Werbemarkt. Um die Effektivität und Effizienz von Marketing- und Kommunikationsprogrammen zu optimieren, sollten Marken ständig auswerten, welche Bedeutung das Internet für sie hat und wie sie es am besten integrieren können."

"Diese Studie belegt, dass das Internet zu einem wichtigen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden ist" , kommentierte Michael Kleindl, Chairman der EIAA. "Das Internet verändert die Lebensweise der Menschen, und die Lebensweise der Menschen verändert das Internet."

Millward Brown befragte im Oktober 2003 in fünf Ländern (Deutschland, England, Frankreich, Spanien und Italien) je 1.000 Personen ab 16 Jahren. Die Befragung wurde zentral von England aus, anhand von computergestützten Telefoninterviews (CATI) durchgeführt.


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