Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Adobe verweigert zweitem Produkt die MacOS-Unterstützung

FrameMaker 7.1 erscheint nicht mehr für MacOS. Nachdem Adobe im Juli dieses Jahres die aktuelle Premiere-Version nicht mehr für MacOS angeboten hat, kehrt der Software-Hersteller nun auch mit FrameMaker der MacOS-Plattform den Rücken. Ein aktuelles Update auf die Version 7.1 der DTP-artigen Software FrameMaker wird nur noch für Windows sowie Solaris erscheinen.
/ Ingo Pakalski
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Mit FrameMaker 7.1 lernt die Software Text-Support für XML, so dass verschiedene XML-Dokumente in einer einzelnen Datei kombiniert werden können. Mit der Cross-Referencing-Funktion lassen sich zudem XML-Dokumente untereinander verlinken. Mit diesen beiden Neuerungen soll etwa die Anfertigung von mehrsprachigen Dokumentationen erleichtert werden. Als Weiteres beherrscht FrameMaker den Umgang mit Dateien aus den DTP-Anwendungen Quark XPress sowie PageMaker und liest Photoshop-Dateien ohne Umwege ein.

Noch vor einigen Jahren plante Adobe mit der Software FrameMaker den Einstieg in die Linux-Welt, wozu es dann jedoch nie kam. Denn Ende 2000 wurde der damalige Beta-Test für die Linux-Version recht überraschend eingestellt, so dass damit die Hoffnung auf Linux-Versionen von Adobe-Produkten begraben wurde. Nachdem Adobe die Videoschnitt-Software Premiere nicht mehr in einer MacOS-Version anbietet, ist FrameMaker bereits die zweite Software, welche nicht mehr für MacOS erscheinen wird.

Adobe will FrameMaker 7.1 für Windows und Solaris in Europa im Januar 2004 auf den Markt bringen. Bislang stehen nur die US-Preise fest, wobei die Windows-Fassung in der Vollversion 799,- US-Dollar und als Upgrade 199,- US-Dollar kosten wird. Etwas tiefer muss man für die Solaris-Variante in die Tasche greifen: So verlangt Adobe dafür mit 1.329,- US-Dollar für die Vollversion deutlich mehr als in der Windows-Welt, wobei auch das Upgrade mit 279,- US-Dollar teurer als die Windows-Ausführung ist.

Nachtrag vom 3. Dezember 2003 um 10:55 Uhr:
Mittlerweile wurden die deutschen Preise für FrameMaker 7.1 nachgereicht und wie üblich hat Adobe die Preise für die deutschen Versionen saftig erhöht. Demnach kostet die Software für die Windows-Plattform 1.600,- Euro in der Vollversion, während es das Upgrade für 280,- Euro gibt. Für die Solaris-Fassung fallen Kosten in Höhe von rund 2.700,- Euro für die Vollversion und 390,- Euro für das Upgrade an.


Relevante Themen