• IT-Karriere:
  • Services:

Riesenradioteleskop entsteht im Herzen Europas

25.000 über Internet 2 verbundene Sensoren

50 Millionen Euro für den Bau des digitalen Radioteleskops LOFAR (Low Frequency Array) im Norden Mitteleuropas erhält ein internationales Konsortium unter Führung des holländischen Instituts ASTRON in Dwingeloo, hat das holländische Kabinett in seiner Sitzung am 28. November 2003 beschlossen. Damit sei die Finanzierung für wesentliche Teile des kreisförmigen "Riesenauges" gesichert, das ab 2004 im Norden Hollands gebaut wird und sich mit einem Durchmesser von 350 Kilometer bis nach Deutschland ausdehnen soll.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn ist dabei mit wesentlichen Vorarbeiten an der Entwicklung von Prototypen beteiligt. LOFAR ist ein Radioteleskop, das aus 25.000 einfachen Radiosensoren besteht, die über ultraschnelle Internetverbindungen mit einem zentralen Supercomputer verbunden sind. Das Teleskop kann in mehrere Richtungen gleichzeitig schauen und in Sekundenbruchteilen seine Sehrichtung beliebig ändern.

Inhalt:
  1. Riesenradioteleskop entsteht im Herzen Europas
  2. Riesenradioteleskop entsteht im Herzen Europas

"Dies ist ein wichtiges Signal für die Zukunft der Radioastronomie in Europa und ein erster Schritt hin zu der nächsten Generation neuartiger Instrumente", sagte Dr. Anton Zensus, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und Mitglied im Leitungsgremium des internationalen Square-Kilometer-Array-(SKA-)Projekts. "Radioastronomen aus der ganzen Welt arbeiten im Moment zusammen, um im nächsten Jahrzehnt gemeinsam über ein Teleskop mit der äquivalenten Sammelfläche eines Quadratkilometers zu verfügen - diesem Ziel sind wir nun ein schönes Stück näher."

Geplante räumliche Ausdehnung des LOFAR-Teleskops
Geplante räumliche Ausdehnung des LOFAR-Teleskops

Das LOFAR-Teleskop beruht auf der "Phased-Array"-Technologie, die es erlaubt, ein vollständig steuerbares Teleskop komplett ohne bewegliche mechanische Teile zu erbauen. Das Teleskop besteht aus 25.000 einfachen Radioantennen (Dipolen), die - in 100 Stationen zusammengefasst - über eine kreisförmige Fläche mit 350 km Durchmesser verteilt sind. Die Antennen verfügen über digitale Radioempfänger, die über ein Internet-System der nächsten Generation (Internet 2) mit einer Bandbreite von 10 Terabit pro Sekunde die Weltraumsignale an einen zentralen Superrechner übertragen, wo sie dann ausgewertet werden.

Wie ein gigantisches Fischauge hat das Teleskop dabei den gesamten Himmel im Blick. Das fertige Radiobild wird jedoch erst im Computer aus den Informationen der einzelnen Antennen erzeugt. Das virtuelle Teleskop im Rechner kann dadurch in mehrere Richtungen gleichzeitig schauen ("Multi-Beaming") und in Sekundenbruchteilen die Sehrichtung ändern. "Dieses Teleskop ist ein radikaler Bruch mit bisherigen Konzepten und gibt uns eine Flexibilität, die in der Astronomie ihresgleichen sucht", betonte Professor Heino Falcke, "Senior Scientist LOFAR" bei ASTRON. "Damit erreichen wir eine um den Faktor 1000 höhere Empfindlichkeit und Sehschärfe im Vergleich zu allem, was bisher im Frequenzbereich von LOFAR möglich war - es wird viel Neues zu entdecken geben."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Riesenradioteleskop entsteht im Herzen Europas 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Executor17361 04. Dez 2003

ich tu dir leid? du stimmst mich traurig S.E.T.I. ist ebenfalls eine respecktable...

Marc O. 04. Dez 2003

Hi Executor... "[..] es dient auch der erweiterung des SETI projectes.." NEIN wohle eher...

Executor17361 02. Dez 2003

um jetzt nicht als spinner zu klingen aber es dient auch der erweiterung des SETI projectes.

ukulele 02. Dez 2003

nein ganz sicher nicht, denn HAARP ist ein Projekt zur Erforschung der Ionosphere und...

n3tw0rk3r 02. Dez 2003

erweitern die damit eigentlich HAARP ?? check out: www.haarp.alaska.edu


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Dauerbrenner: Bis dass der Tod uns ausloggt
Dauerbrenner
Bis dass der Tod uns ausloggt

Jedes Jahr erscheinen mehr Spiele als im Vorjahr. Trotzdem bleiben viele Gamer über Jahrzehnte hinweg technisch veralteten Onlinerollenspielen wie Tibia treu. Woher kommt die anhaltende Liebe für eine virtuelle Welt?
Von Daniel Ziegener

  1. Unchained Archeage bekommt Parallelwelt ohne Pay-to-Win
  2. Portal Knights Computerspielpreis-Gewinner bekommt MMO-Ableger

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  2. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon
  3. Videostreaming Netflix musste Night of the Living Dead entfernen

Geforce Now im Test: Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU
Geforce Now im Test
Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU

Wer mit Nvidias Geforce Now spielt, bekommt laut Performance Overlay eine RTX 2060c oder RTX 2080c, tatsächlich aber werden eine Tesla RTX T10 als Grafikkarte und ein Intel CC150 als Prozessor verwendet. Die Performance ist auf die jeweiligen Spiele abgestimmt, vor allem mit Raytracing.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Cloud Gaming Activision Blizzard zieht Spiele von Geforce Now zurück
  2. Nvidia-Spiele-Streaming Geforce Now kostet 5,49 Euro pro Monat
  3. Geforce Now Nvidias Cloud-Gaming-Dienst kommt noch 2019 für Android

    •  /