Riesenradioteleskop entsteht im Herzen Europas

Der Frequenzbereich des Teleskops liegt bei langen Radiowellen zwischen 10 und 200 Megahertz. Dieser Bereich ist besonders interessant, weil man hier die Strahlung des Wasserstoffatoms aus dem frühen Universum beobachtet. Denn die "21 Zentimeter-Linie" des atomaren Wasserstoffs bei 1.400 Megahertz wird durch die schnelle Expansion des frühen Universums um einen Faktor z=10-20 in den Frequenzbereich von LOFAR verschoben. Damit ist es möglich, die allererste Generation von Sternen und schwarzen Löchern im Universum zu entdecken und das so genannte "Zeitalter der Reionisation" zu untersuchen. Dieses noch ziemlich unerforschte Zeitalter in der Geschichte des Universums markiert den historischen Übergang vom Chaos des Urknalls zu den ersten makroskopischen Objekten, also Planeten, Sternen, Galaxien, Schwarzen Löchern etc., die noch heute das Bild des Universums bestimmen. Weitere Forschungsthemen sind die Suche nach explodierenden Radioquellen, die Entwicklung von Galaxien und Schwarzen Löchern im gesamten Universum, das Studium der Sonne, des Sonnensystems und der Erdatmosphäre sowie die Suche nach hochenergetischen kosmischen Teilchen.

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Projektträger für LOFAR ist das holländische Institut ASTRON, Betreiber des Radioobservatoriums Westerbork. Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn hat sich in Kooperation mit verschiedenen deutschen Hochschulinstituten im Rahmen des Projekts LOPES (Abkürzung für "LOfar PrototypE Station") an der Entwicklung und dem Test von Antennen-Prototypen beteiligt, die bei LOFAR verwendet werden sollen. Das Projekt LOPES, das am Max-Planck-Institut für Radioastronomie von Heino Falcke betreut wird, wurde im Rahmen der Verbundforschung "Astroteilchenphysik" seit dem Jahr 2001 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Seit Sommer 2003 werden die ersten Prototyp-Antennen für LOFAR im Forschungszentrum Karlsruhe getestet und zeichnen dort die Radiostrahlung hochenergetischer kosmischer Teilchen in der Atmosphäre auf.

Zum LOPES-Konsortium gehören die Universität und das Forschungszentrum Karlsruhe, das Institut für Experimentalphysik der Universität Wuppertal, die KASCADE-Grande Kollaboration, das Radioastronomische Institut der Universität Bonn, das Astronomische Institut der Universität Bochum und das I. Physikalische Institut der Universität Köln. Weitere an LOFAR beteiligte deutsche Gruppen sind die International University Bremen und der Bereich Solare Radioastronomie am Astrophysikalischen Institut Potsdam.

"Dies ist auch ein gelungenes Stück deutsch-niederländischer Zusammenarbeit", freute sich Eugene de Geus, Generaldirektor von ASTRON. "Wir profitieren von der Erfahrung und dem Engagement der deutschen Radioastronomen und gemeinsam werden wir das Teleskop wissenschaftlich ausnutzen."

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Executor17361 04. Dez 2003

ich tu dir leid? du stimmst mich traurig S.E.T.I. ist ebenfalls eine respecktable...

Marc O. 04. Dez 2003

Hi Executor... "[..] es dient auch der erweiterung des SETI projectes.." NEIN wohle eher...

Executor17361 02. Dez 2003

um jetzt nicht als spinner zu klingen aber es dient auch der erweiterung des SETI projectes.

ukulele 02. Dez 2003

nein ganz sicher nicht, denn HAARP ist ein Projekt zur Erforschung der Ionosphere und...

n3tw0rk3r 02. Dez 2003

erweitern die damit eigentlich HAARP ?? check out: www.haarp.alaska.edu


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