• IT-Karriere:
  • Services:

Flachdisplay zeigt dreidimensionale Bilder im Operationssaal

Ohne Spezialbrillen und ähnliche Hilfsmittel nutzbar

Ärzte sollen jetzt einen noch besseren räumlichen Einblick in den menschlichen Körper bekommen: Siemens hat ein Flachdisplay entwickelt, das Farbbilder dreidimensional darstellt. Völlig ohne Hilfsmittel wie Spezialbrillen können damit mehrere Personen aus verschiedenen Blickwinkeln und Entfernungen 3D-Bilder beispielsweise von Röntgensystemen, Computertomographen oder Ultraschallgeräten betrachten.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Displayhersteller von Siemens in Karlsruhe verwenden für ihr 18-Zoll-Flüssigkristalldisplay eine Technik des US-Unternehmens X3D. Dabei sitzt ein Filter vor dem Display, der exakt vor jedem einzelnen Farbpixel eine winzige Blende setzt. So erhalten das linke und das rechte Auge des Betrachters unterschiedliche visuelle Informationen, was im Gehirn den Eindruck von drei Dimensionen entstehen lässt. Siemens Automation and Drives (A&D) und X3D Technologies Corporation (X3D) haben einen exklusiven Kooperationsvertrag für die Vermarktung von 3D-Displays für medizinische Anwendungen unterzeichnet.

Stellenmarkt
  1. B&O Service und Messtechnik AG, Bad Aibling, München
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Ostfildern

Das 18,1-Zoll-Display SXD³ 1899 mit einer Auflösung von 1.280 x 1.024 Punkten arbeitet zur 3D-Darsellung mit einem "Wave length sensitive filter array" und hat einen Betrachtungswinkel von 170 Grad in beide Hauptrichtungen. Es soll ab Februar 2004 erhältlich sein. Der Preis ist nicht bekannt.

Mit den neuen Displays kann der Arzt anhand von 3D-Modellen vorzubereitende Eingriffe realitätsnah und plastisch in 3D darstellen. So lässt sich beispielsweise feststellen, ob ein Blutgefäß vor oder hinter einem anderen liegt. Die 3D-Darstellung soll in nahezu allen Anwendungen der medizinischen Bilddarstellung und -verarbeitung Vorteile bieten, etwa bei Angiographie-, CT- (Computertomographie-), MRI- (Magnetic-Resonance-Imaging-) und Ultraschalluntersuchungen.

Bisher vermitteln Display-Bilder aus dem Körperinneren mit Hilfe von Software-Techniken nur einen Pseudo-Tiefeneindruck. Mediziner sind indes darauf trainiert, in drei Dimensionen zu denken. Möglich sind auch diagnostische Anwendungen bei anderen bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomographie oder in der Endoskopie, wo Ärzte heute meist eine Stereobrille tragen. Ultraschallgeräte, die Bilder heute bereits in drei Dimensionen aufnehmen, vermitteln werdenden Müttern auf dem Display einen extrem realistischen Eindruck von ihren ungeborenen Kindern.

Das System stellt Siemens auf dem Kongress der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas (RSNA) in Chicago (bis 5. Dezember) vor. Auf dem Kongress zeigt Siemens unter anderem eine Anwendung in der Angiographie. Hier ist es für den Arzt während eines Eingriffs hilfreich, wenn er die Blutgefäße und deren Lage zueinander dreidimensional sehen kann. Dadurch kann er über sein weiteres Vorgehen fundierter entscheiden und den Fall mit Kollegen bequem am Bildschirm besprechen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 53,99€
  2. 26,99€
  3. (-20%) 39,99€
  4. 4,99€

Schöbel 10. Dez 2003

Die Systeme gibt es bereits seit einiger Zeit. Golem berichtete bereits im Mai über die...

Willi Thor 01. Dez 2003

Kommt das Ding nicht aus Dresden? 1999 wurde hier ein 3 D Display entwickelt, das, wenn...

Alex 01. Dez 2003

Das ist im Kern nicht neues, das gleich kann man auch mit Tracking des Betrachters und...

Sebastian Lorenz 01. Dez 2003

Hallo, habe diese Displays auf der Cebit gesehen. Ist ja ganz nett, hat aber einen...

GottesZorn 01. Dez 2003

Das gleiche funktionsprinzip bei TFT Displays hat doch gerade Sharp bei einem Notebook...


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
Bosch-Parkplatzsensor im Test: Ein Knöllchen von LoRa
Bosch-Parkplatzsensor im Test
Ein Knöllchen von LoRa

Immer häufiger übernehmen Sensoren die Überwachung von Parkplätzen. Doch wie zuverlässig ist die Technik auf Basis von LoRa inzwischen? Golem.de hat einen Sensor von Bosch getestet und erläutert die Unterschiede zum Parking Pilot von Smart City System.
Ein Test von Friedhelm Greis

  1. Automated Valet Parking Daimler und Bosch dürfen autonom parken
  2. Enhanced Summon Teslas sollen künftig ausparken und vorfahren

Frauen in der IT: Ist Logik von Natur aus Männersache?
Frauen in der IT
Ist Logik von Natur aus Männersache?

Wenn es um die Frage geht, warum es immer noch so wenig Frauen in der IT gibt, kommt früher oder später das Argument, dass Frauen nicht eben zur Logik veranlagt seien. Kann die niedrige Zahl von Frauen in dieser Branche tatsächlich mit der Biologie erklärt werden?
Von Valerie Lux

  1. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  2. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen
  3. IT-Freelancer Paradiesische Zustände

DSGVO: Kommunen verschlüsseln fast nur mit De-Mail
DSGVO
Kommunen verschlüsseln fast nur mit De-Mail

Die Kommunen tun sich weiter schwer mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung. Manche verstehen unter Daten-Verschlüsselung einen abschließbaren Raum für Datenträger.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschmuggel US-Gericht schränkt Durchsuchungen elektronischer Geräte ein
  2. Digitale Versorgung Viel Kritik an zentraler Sammlung von Patientendaten
  3. Datenschutz Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt

    •  /