Abo
  • Services:

Europäisches Navigationssystem unter US-Kontrolle?

Künstliche Genauigkeitsverschlechterung eingefordert

Nach Informationen der Tagesschau soll das Satellitennavigationssystem Galileo, das eigentlich als europäisches Gegengewicht zu dem US-amerikanisch beherrschten GPS (Global Positioning System) gedacht war, nun doch von den USA beeinflusst werden können.

Artikel veröffentlicht am ,

Bei Verhandlungen mit den USA haben die Europäer in Den Haag einen herben Schlag verkraften müssen - die Frequenzen, auf denen das geplante Galileo-System senden soll, könne durch amerikanische Störsysteme stark verschlechtert werden - ähnlich wie beim GPS-System kann dann eine Ungenauigkeit bei der Navigation hervorgerufen werden.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Freiburg
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Rosenheim

Diese Maßnahme, die beim GPS eigentlich nur in Krisen- und Konfliktfällen und sogar örtlich einigermaßen begrenzt eingesetzt wird, war eines der Hauptargumente pro Galileo gewesen. Die Amerikaner behalten sich nach Ende der ersten Verhandlungsrunden nun ausdrücklich das Recht vor, die Genauigkeit des Galileo-Systems im Zweifelsfall zu stören, ohne sich mit den Europäern abzusprechen. Inwieweit es sich hierbei um eine Störung oder sogar eine De-facto-Abschaltung handelt, ist nicht bekannt.

Damit nicht genug: Auch die normalen Galileo-Sendesignale sollen ungenauer werden als bisher geplant, fordern die USA nach Tagesschau-Informationen. Dies soll in der Verhandlungsrunde im Januar 2004 besprochen werden.

Die Frage ist allerdings, aus welcher Position an dieser Stelle überhaupt verhandelt wird - oder ob Europa sich schlichtweg dem Willen der US-Amerikaner fügen muss. Wird auch hier die europäische Position nicht berücksichtigt, wird die gesamte bisherige Argumentationskette für das milliardenschwere und arbeitsplatzfördernde Projekt Galileo in sich zusammenbrechen. Auch China und Indien wollen in das Satellitennavigationssystem Galileo investieren.

Ab dem Jahr 2008 sollen 30 Satelliten, die sich auf einer Umlaufbahn in 24.000 Kilometern Höhe befinden, die gesamte Erdkugel abdecken und eine - nach den aktuellsten Entwicklungen nun mehr oder minder - exakte Ortsbestimmung zulassen. Dazu wird jeder Satellit mit einer Atomuhr ausgerüstet, die eine äußerst genaue Zeitbestimmung und theoretisch eine auf einen Meter genaue Standortbestimmung jedes beweglichen oder unbeweglichen Objektes ermöglicht.

In der Entwicklungsphase bis 2005 sollen die Satelliten und die Bodenkomponenten entwickelt werden. Ein erster Versuchssatellit soll spätestens 2004 gestartet werden, bevor 2007 das komplette System errichtet und ab 2008 einsatzfähig sein soll.

Die Gesamtkosten des Projektes werden auf 3,4 Milliarden Euro geschätzt. Die Hälfte der Anschubfinanzierung von 1,1 Milliarden Euro will die EU tragen, die andere Hälfte die Europäische Weltraumorganisation ESA.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

annoÜm 16. Dez 2007

nach nochmaligen lesen ziehe ich meine aussage zurück! kann die aussage von "soldat" so...

annoÜm 16. Dez 2007

aber evtl hat er damit sogar gar nicht sooo unrecht.

Sascha Diebel 27. Jul 2004

Ich schätze so ca. 2012 wird die Umpolung stattfinden. Die Mayas haben bzw. hatten mehr...

(|)-:) 17. Dez 2003

Kann man "unterschreiben" ...

(:-(|) 15. Dez 2003

Er kann ja nichts für deine "Influenza" ...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Moto G6 - Test

Bei einem Smartphone für 250 Euro müssen sich Käufer oft auf Kompromisse einstellen. Beim Moto G6 halten sie sich aber in Grenzen.

Lenovo Moto G6 - Test Video aufrufen
Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Die Digitalisierung des Weltraums
  2. Raumfahrt Mann überprüft mit Rakete, ob die Erde eine Scheibe ist
  3. Raumfahrt Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /