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Fehler: Diebe wollten gestohlene Ware bei eBay verkaufen

Bestohlene Firma trickste Hehler aus. Zwei Hehler, die gestohlene Elektronik-Artikel über eBay angeboten hatten, wurden am 27. November 2003 festgenommen. Dabei handelt es sich um zwei 32 und 33 Jahre alte Männer aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, denen letztlich die Aufmerksamkeit der bestohlenen Firmen-Inhaber zum Verhängnis wurde.
/ Andreas Donath
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In die Büroräume des Wissenschafts-Kolleg in der Wallotstraße in Berlin-Wilmersdorf war am vergangenen Montag eingebrochen worden. Die Täter erbeuteten neun Computer und diverses Zubehör. Eben diese Elektronik-Artikel entdeckten die Mitarbeiter zwei Tage später im Internet, wo sie zur Auktion angeboten wurden. Sie ersteigerten ihre Computer daraufhin selbst – und alarmierten die Polizei.

Die Beamten kontaktierten den Anbieter per E-Mail und verabredeten sich für gegen 17.15 Uhr, um die Ware aus der Wohnung des 32-Jährigen abzuholen. Dort wurden sie vor der Tür von dem 33-Jährigen empfangen, der den vermeintlichen Käufern die ersteigerten Elektronik-Artikel übergab. Daraufhin nahmen die Beamten den Mann fest und beschlagnahmten die Hehlerware.

Anschließend durchsuchten sie die Wohnung des 32-Jährigen. Der Inhaber wurde dort angetroffen und ebenfalls festgenommen. Darüber hinaus entdeckten die Polizisten Elektronik-Artikel in großen Mengen. Zwei Digitalkameras konnten bereits einem Diebstahl zugeordnet werden. Sie waren von der Polizeiwache Brandenburg zur Fahndung ausgeschrieben worden. Die beiden Festgenommenen gestanden, als Hehler tätig gewesen zu sein. Sie wurden nach ihren Vernehmungen entlassen. Die Ermittlungen im Hinblick auf den Einbruch und die Zuordnung der sichergestellten Gegenstände dauern an.

Die Kriminalpolizei rät, beim Kauf gebrauchter Gegenstände auf Auktionsplattformen und auch sonst auf einen Eigentumsnachweis des Verkäufers zu drängen. Ein möglicher Eigentumsnachweis ist beispielsweise eine Quittung oder eine Rechnung mit Namen des ehemaligen Käufers und Verkäufers des Gerätes. Bei sehr hochwertigen Gegenständen kann es auch sinnvoll sein, die Seriennummer des Gerätes mit dem Hersteller abzustimmen – vielleicht wird dort eine Liste mit gestohlenen Geräten und ihren Nummern geführt.


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