Pläne für Chipfabrik in Brandenburg gescheitert

Communicant leitet stille Liquidation ein

Die bereits im Rohbau stehende Chipfabrik in Frankfurt/Oder gilt seit dem 28. November 2003 offiziell als gescheitert, die erhofften Arbeitsplätze im High-Tech-Bereich kommen damit nicht zustande. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns hatte am Vortag bereits bekannt gegeben, dass es sich abzeichne, dass die zu erwartenden Bürgschaftsbedingungen, zu denen auch eine neue EU-Notifizierung gehört, nicht erfüllbar seien.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Bedingungen und die Unternehmenssituation wären weit über das hinausgegangen, was die Beteiligten zum Projekt hätten leisten können und wollen, so Junghanns. Schon gestern gab er an, dass er nicht mehr damit rechne, dass das "Projekt Communicant" fortgeführt wird. Brandenburg habe alles in seiner Macht Stehende getan, um das Projekt zu einem Erfolg werden zu lassen und trotz angespannter Haushaltslage Bereitschaft gezeigt, sich erneut finanziell zu engagieren. Im Scheitern sieht Junghanns eine zusätzliche Erschwernis für die wirtschaftliche Entwicklung sowie eine bittere Enttäuschung für die Menschen in Brandenburg, insbesondere in der Region Frankfurt/Oder.

Stellenmarkt
  1. Servicemanagerin Finanzwesen (m/w/d)
    Hannoversche Informationstechnologien AöR (hannIT), Hannover (Home-Office möglich)
  2. Inhouse Berater SAP (m/w/d)
    über Hays AG, Giengen an der Brenz
Detailsuche

Der Vorstand der Communicant Semiconductor Technologies AG hat am 28. November 2003 die stille Liquidation eingeleitet. Das seit dem 7. Februar 2001 bestehende Unternehmen will in den kommenden Monaten seinen Betrieb einstellen, da man die vom Bürgschaftsausschuss gestellten Bedingungen nicht erfüllen konnte. Die Arbeiten am fast fertig gestellten Rohbau an der Autobahn werden im Dezember 2003 abgeschlossen sein, welchen Zweck es in Zukunft erfüllen kann, ist noch ungeklärt.

Laut Communicant haben sich die Investoren Intel und Dubai Airport Free Zone Authority (DAFZA) entschlossen, die Überschuldung und eine drohende Insolvenz abzuwenden, was durch das Land Brandenburg unterstützt wird. Andernfalls hätten die 70 Mitarbeiter und 130 Auszubildenden vorerst auf ihr November-Gehalt verzichten müssen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Jetzt könne der Betrieb ordentlich abgewickelt und fällige Verbindlichkeiten beglichen werden. Über den Zeitrahmen der Abwicklung gibt es noch keine Angaben.

Der Vorstandsvorsitzende Prof. Abbas Ourzmazd hatte noch bis vor kurzem gehofft, dass das angedachte Milliarden-Euro-Projekt trotz aller Schwierigkeiten zum Erfolg geführt werden könnte. An der Diskussion über die Gründe, die zum Scheitern des Projekts geführt haben, will er nicht teilnehmen: "An den gegenseitigen Schuldzuweisungen beteilige ich mich nicht", erklärte Ourmazd.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


werty 01. Dez 2003

Eben, das muss aufhören. Weg mit den Subventionen. Mit dem ganzen Geld was wir sparen...

ogi 01. Dez 2003

Hä? Was glaubt du denn, wieviel Steuer-Kohle da geflossen ist und wer für den Rest an...

banzai 01. Dez 2003

Wer regiert, ist mittlerweile egal. Die andere Seite wird jeden Versuch Veränderungen...

Knerf 01. Dez 2003

Das ist natürlich deutlich produktiver: Kohl ist schuld. Die katastrophale "Arbeit" der...

Ghostwriter 01. Dez 2003

Also mal ein paar Fakten vorweg um den Polemikern die hier vertreten sind den Wind aus...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
"Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
Artikel
  1. Kryptowährung im Fall: Bitcoin legt rasante Talfahrt hin
    Kryptowährung im Fall
    Bitcoin legt rasante Talfahrt hin

    Am Samstag setzte sich der Absturz des Bitcoin fort. Ein Bitcoin ist nur noch 34.200 US-Dollar wert. Auch andere Kryptowährungen machen Verluste.

  2. eStream: Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb
    eStream
    Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb

    Der Wohnwagen Airstream eStream besitzt einen eigenen Elektroantrieb nebst Akku. Das entlastet das Zugfahrzeug und eröffnet weitere Möglichkeiten.

  3. Andromeda: Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie
    Andromeda
    Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie

    Erstmals ist ein Blick auf Andromeda möglich - das Smartphone-Betriebssystem, das Microsoft bereits vor einigen Jahren eingestellt hat.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 120,95€ • Alternate (u.a. AKRacing Master Pro Deluxe 449,98€) • Seagate FireCuda 530 1 TB (PS5) 189,90€ • RTX 3070 989€ • The A500 Mini 189,90€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /