Kulturstaatsministerin fordert Ende der Film-Privatkopie
Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, zeigte sich ob dieser Äußerungen natürlich erfreut und hofft, dass diese Tatsache auch im politischen Bereich stärker gewürdigt wird: "Die Staatsministerin hat völlig Recht. Das Problem besteht für sämtliche Branchen, die digitale Inhalte produzieren. Weit mehr als 600 Millionen Musiktitel wurden 2002 alleine in Deutschland aus illegalen Musikangeboten heruntergeladen. Schärfere gesetzliche Regelungen und konsequentes Vorgehen gegen Musik-, Film- und Softwarepiraterie sind deswegen notwendig."
Die Ministerin hatte außerdem die Privatkopie von Filmen in Frage gestellt. In der schriftlichen Fassung der Rede heißt es: "Ich möchte angesichts dieser traurigen Fakten Sonderregelungen im Urheberrecht für die Filmbranche erreichen. Eine Möglichkeit liegt darin, Schutzfristen gesetzlich zu verankern. Wir sollten dafür sorgen, dass die so genannte "Verwertungskaskade", also Kino, Videotheken, Pay-TV, Free-TV, stabil bleibt. Für jede einzelne Stufe sind die Urheberrechte gesetzlich zu schützen. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Wir sollten überhaupt nicht zulassen, dass Filme privat kopiert werden können."
Noch existenzieller als für Filme seien die Probleme durch massenhaftes Musikopieren allerdings für die Musikwirtschaft. Die Phonoverbände haben die Rückführung der Privatkopie in ein Exklusivrecht deswegen bereits in die aktuelle Diskussion um die weitere Novellierung des Urheberrechtsgesetzes eingebracht. Gerd Gebhardt: "Die Staatsministerin ist auf dem richtigen Weg. Wir fordern die Bundesregierung auf, auch für Musik funktionsfähige Märkte zu schaffen."
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