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Teure Edel-Notebooks mit Intels Pentium 4 Extreme Edition

Modelle mit 15-, 16- und 17-Zoll-Display als mobile Workstation. Der 2002 gegründete kalifornische High-End-PC-Hersteller Liebermann, kurz "L", hat die ersten Notebooks mit Intels teurem Athlon-64-FX-Konkurrenten Pentium 4 Extreme Edition vorgestellt. Dank Intels aktuellem Desktop-PC Top-Prozessor, hochauflösenden 15-, 16- und 17-Zoll-Displays, auf Wunsch übertaktetem ATI-Grafikchip Mobility Radeon 9600 Pro sowie bis zu 2 GByte Dual-Channel-DDR-SDRAM müssen Interessenten für die Geräte allerdings tief in die Geldbörse greifen.
/ Christian Klaß
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Den mit 3,2 GHz getakteten und mit 2 MByte Level-3-Cache ausgestatteten, HyperThreading-fähigen Pentium 4 Extreme Edition bietet Liebermann in den teuersten Modellen seiner Notebook-Serien Studio, Producer und Hollywood an. Die Kühlung des verkappten Xeon-Prozessors übernimmt jeweils eine mehrstufige Kupfer-Heatpipe plus Lüfter.

Hinter Studio stecken Notebooks mit 15-Zoll-Display, wahlweise mit 1.600 x 1.200 Bildpunkten oder - gegen 600,- Dollar Aufpreis - mit beachtlichen 2.048 x 1.536 Bildpunkten. Hinter den "Producer"-Modellen stecken Geräte mit 16-Zoll-Display und 1.280 x 1.024 Bildpunkten, während die "Hollywood"-Notebooks mit 17-Zoll-Breitbild-Display und 1.440 x 900 Bildpunkten aufwarten.

Die Notebooks sind weitgehend konfigurierbar, austauschbare Grafikmodule werden aber leider nicht geboten. Dafür gibt es eine Hauptspeicherausstattung von 512 MByte bis 2 GByte DDR400/433-SDRAM, Festplattengrößen bis 80 GByte, ein optisches Laufwerk (DVD-ROM, CD-Brenner oder DVD-RW-Brenner) und ein Diskettenlaufwerk. Letzteres kann beim Studio und Producer durch ein zweites optisches Laufwerk, einen Zusatz-Akku oder mit einer zweiten Festplatte - etwa zwecks RAID-Betrieb - bestückt werden. Dafür bietet das Hollywood eine integrierte VGA-Digicam. Die Akku-Laufzeiten der ohne Akku und Erweiterungen schon knapp 3,2 kg (Hollywood) bzw. 3,5 kg wiegenden Boliden gibt Liebermann nicht an.

Für die Grafikausgabe kann entweder ein herkömmlicher Mobility Radeon 9600 Pro mit 128 MByte DDR-SDRAM oder - gegen Aufpreis - eine sowohl im Chip- als auch im Speichertakt angehobene Variante gewählt werden. Beim Producer gibt es zudem anstatt eines VGA-Ausgangs einen DVI-Ausgang zum Anschluss digitaler Displays. S-Video-Ausgänge bieten alle Geräte, ebenso wie einen Mehrkanal-Raumklang-Ausgang in Form einer SPDIF-Schnittstelle. Zu weiteren Schnittstellen zählen: USB 2.0, Firewire 400, auf Wunsch auch 54-Mbps-WLAN (802.11g) und Bluetooth.

Kunden, die auf eine persönliche Note Wert legen, können sich ins Gehäuse sogar Texte oder ihre Signatur gravieren lassen. Viel ungewöhnlicher und nützlicher allerdings ist, dass Liebermann gegen Aufpreis nicht nur ein externes Modul zur Verwendung von 32-Bit- oder 64-Bit-PCI-Karten bietet, sondern auch Erweiterungen zum direkten Anschluss an die Multi-Panel-Displays des Herstellers.

Darüber hinaus erwähnt Liebermann auch die Möglichkeit, zumindest das Studio anstatt einer Festplatte mit rasend schnellem Solid-State-Speicher auszustatten - die vermutlich exorbitanten Preise dafür wurden aber nicht genannt.

In sehr gut ausgestatteten Beispielkonfigurationen mit 2 GByte DDR433-Speicher, 60-GByte-Festplatten mit 7.200 Umdrehungen/Minute (bei Hollywood sind es gar zwei davon im RAID-Verbund), DVD-RW-Brenner, WLAN und Windows XP liegt das Studio preislich bei 6.000,- US-Dollar, das Producer bei 7.000,- US-Dollar und das Hollywood bei 5.910,- US-Dollar.

Ausgeliefert werden sollen die Geräte nur, sofern die von Intel nur in kleiner Stückzahl gelieferten Pentium-4-EE-Prozessoren zur Verfügung stehen. Die als "ultimative Multimedia-Maschinen" bezeichneten Notebooks eignen sich für CAD, Grafik, Audio, Video, MPEG-2-Rendering, sonstige Profi-Anwendungen und natürlich auch für Spiele, verspricht Liebermann.


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