EU: Binnenmarktziele der E-Commerce-Richtlinie erreicht

Obwohl sich bereits gezeigt habe, dass einige Bereiche - etwa Online-Glücksspiel-Angebote - durch die Richtline nicht abgedeckt werden, wäre eine Überarbeitung der Richtlinie laut Kommission zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfrüht. Stattdessen werde man sich nun darauf konzentrieren, für die korrekte Anwendung der Richtlinie zu sorgen - sowohl in den gegenwärtigen als auch in den künftigen Mitgliedsstaaten - und praktische Erfahrungen von Unternehmen und Verbrauchern zu sammeln, so die Kommission. In Bezug auf Online-Glücksspiel-Angebote untersucht die EU bereits eine Reihe von Beschwerden, die grenzüberschreitende Glücksspiele betreffen.

Stellenmarkt
  1. IT-Sicherheitsadministrator (m/w/d)
    Mainova AG, Frankfurt am Main
  2. Fullstack-PHP-Entwickler (m/w/d)
    SHD System-Haus-Dresden GmbH, Dresden
Detailsuche

Die im Jahr 2000 verabschiedete Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr schafft einen Rechtsrahmen für den elektronischen Geschäftsverkehr auf dem gesamten Binnenmarkt. Die Richtlinie soll gewährleisten, dass auch Dienste der Informationsgesellschaft EU-weit angeboten werden können, sofern sie die Rechtsvorschriften ihres Herkunftsmitgliedsstaates erfüllen. Mitgliedstaaten, in denen die Dienste in Anspruch genommen werden, dürfen Dienste aus anderen Mitgliedsstaaten nur unter genau definierten Voraussetzungen und auch nur nach einem in der Richtlinie festgelegten Verfahren beschränken. Die Richtlinie enthält zudem Vorschriften über die Informationspflichten von Online-Diensteanbietern gegenüber den Nutzern, die kommerzielle Kommunikation, elektronische Vertragsabschlüsse und die Einschränkungen der Verantwortlichkeit der Vermittler.

Die Richtlinie erstreckt sich sowohl auf Dienste von Unternehmen an Unternehmen (B2B) als auch von Unternehmen an Verbraucher (B2C) und solche, die für den Empfänger kostenlos sind (etwa über Werbung oder Sponsorengelder finanzierte). Zu den Online-Sektoren und -Tätigkeiten, die unter die Richtlinie fallen, zählen beispielsweise Online-Kauf, -Zeitungen, -Datenbanken, -Finanzdienste, -Fachberatung (beispielsweise durch Rechtsanwälte, Ärzte, Wirtschaftsprüfer, Immobilienmakler), Online-Unterhaltungsdienste, -Direktmarketing, -Werbung und Internet-Mittlerdienste.

Im E-Commerce sieht die Kommission enormes Potenzial, denn obwohl es schon jetzt schätzungsweise 185 Millionen europäische Internet-Nutzer gebe und die Internet-Durchdringung sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Privathaushalten schnell zunehme, würden in der EU derzeit nur ca. 1 bis 2 Prozent der Einzelhandelsverkäufe online getätigt. Die Wachstumsperspektiven seien vielversprechend, laut Schätzungen des britischen "Interactive Advertising Bureau" aus dem Jahre 2002 würden bis 2006 54 Prozent der europäischen Internet-Nutzer online einkaufen.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.–18. Februar 2022, virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22.–23. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der vollständige Text des Kommissionsberichts ist online abrufbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 EU: Binnenmarktziele der E-Commerce-Richtlinie erreicht
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /