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CCC: Sammelwut biometrischer Daten gefährdet Grundrechte

Der CCC, der sich mit der praktischen Sicherheit von biometrischen Systemen beschäftigt, sieht zudem grundsätzliche Probleme bei einem möglichen obligatorischen Einsatz von Biometrie zur Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Ausweis und ausweisender Person. Selbst bei biometrischen Erkennungsgeräten der Oberklasse können nur Erkennungsraten von 99,9 Prozent garantiert werden - bei extrem hohen Kosten hat dann also jeder 1000ste kontrollierte Bürger unverschuldete Probleme bei der Ausweiskontrolle. Bei rund 80 Millionen Deutschen wären das immerhin schon 80.000 unbescholtene Bürger mit Ärger bei Ausweiskontrollen. Bei einer zentralen europäischen Datenbank für die 370 Millionen EU-Bürger immerhin dann schon 370.000 unbescholtene Bürger, die zeitliche Verzögerungen z.B. bei einer Ausweiskontrolle zu erleiden hätten.

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Gerade die präferierten Fingerabdrücke haben aber noch problematischere Eigenschaften. Lisa Thalheim, ebenfalls Mitglied der CCC-Arbeitsgruppe Biometrie, erklärte dazu: "So sind bei ca. 5 Prozent der Bevölkerung die Merkmale nicht ausreichend ausgeprägt, um überhaupt vom System sinnvoll verarbeitet zu werden. Auch Verschmutzung und Zerstörung der Fingerlinien durch Arbeit oder Verletzungen senken die Erkennungsquote."

Der CCC spricht sich gegen den Einsatz zusätzlicher biometrischer Merkmale auf Ausweisdokumenten aus. Experten des CCC sind der Ansicht, dass der erhöhte Sicherheits- und Kontrollbedarf der Behörden mit Technologie gelöst werden könnte, für die die bereits jetzt auf den Ausweis befindlichen Merkmale völlig ausreichen.

Ganz grundsätzlich stehen weder die Kosten und der Aufwand der Einführung noch die Einschnitte in die bürgerlichen Freiheiten in irgendeinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen solcher Systeme. "Eine grundsätzliche Einführung biometrischer Merkmale für die Ausweispapiere kommt nach Ansicht des CCC einer erkennungsdienstlichen Behandlung aller europäischen Bürger gleich. Als Indikator für die Unschuldsvermutung kann das wohl nicht gelten", kommentierte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn die Pläne.

Sollte es dennoch zur Aufnahme zusätzlicher biometrischer Daten kommen, rät der Chaos Computer Club dringend von einer zentralen Datenspeicherung ab. Ein freiheitlicher Staat und ein freies Europa muss sich in erster Linie auf die Bürgerrechte der Menschen konzentrieren. Polizeiarbeit ist schwierig und muss schwierig bleiben.

"Ein Staat, der die Bequemlichkeit für die Ermittlungsbehörden vor die Bürgerrechte stellt, setzt die falschen Prioritäten und bewegt sich in letzter Konsequenz weg von einem Staat der Bürger hin zu einem Polizeistaat", fasste CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn abschließend das Statement des Clubs zusammen.

 CCC: Sammelwut biometrischer Daten gefährdet Grundrechte
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Punxatan 30. Nov 2003

Ganz normale Leute mit weisser Weste? Gibts die denn noch? Führerscheinentzugist ja nun...

Michael 25. Nov 2003

Wenn einer schon mal was angestellt hat, ware das ja vielleicht noch in Ordnung. So wie...

Werner 25. Nov 2003

Was da Werner von sich gibt ist nachgekaute sinfreie Dumpfbackenpropaganda. Diese...

ny 25. Nov 2003

richtig...RFID Chips. Ca. ab 2004 in jedem Kleidungsstück, Möbelstück. In Brasilien haben...

guert 25. Nov 2003

Zweifelt etwa jemand an dieser Zukunftsperspektive? Ich nicht! Das zu erleben, ist nur...


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