Spieletest: Wallace & Gromit - Knetfiguren im Videospiel
Erfinder und sein schlauer Hund erleben ersten Auftritt auf Xbox, Cube und PS2. Die kurzen TV-Episoden des Erfinders Wallace und seines schlauen Hundes Gromit sind zweifellos Sternstunden des Animationsfilmes, auf eine Videospielumsetzung des sympathischen Paares mussten Fans allerdings trotz des großen Erfolges der Reihe eine ganze Weile warten. Jetzt ist das von Bam Entertainment entwickelte Spiel für Konsolen fertig gestellt – und kann leider nur teilweise den Witz und den Charme der TV-Vorlage abbilden.
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Das Spiel orientiert sich inhaltlich nicht an einer TV-Folge, sondern hat eine eigene Story spendiert bekommen: Der böse Pinguin Feathers McGraw treibt mal wieder sein Unwesen und hat sich diesmal den städtischen Zoo für seine neuen Missetaten ausgesucht. Unter anderem hat er den Eisbär Archie entführt, um den sich Wallace & Gromit seit einiger Zeit liebevoll kümmern, aber auch andere Zoobewohner wurden eingesperrt, und überhaupt herrscht überall Chaos und Unordnung.
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Da muss natürlich Wallace ran, um mit seinen bekanntlich immer äußerst seltsam anmutenden Erfindungen wieder Ordnung zu schaffen. Und der Spieler versucht in der Rolle von Gromit, all die Dinge einzusammeln und die Vorbereitungen zu treffen, um Wallace bei seiner Arbeit zu unterstützen. Spielerisch wird dabei trotz vieler witziger Gimmicks wie Bananen-Gewehr, Porridge-Kanone und Gyrocopter eher Hausmannkost geboten – in sieben recht überschaubaren Plattform-Welten klaubt man Schrauben und Muttern auf, drückt Schalter, überwindet knifflige Sprungpassagen und löst kleinere Rätsel.
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Bei einigen der nicht ganz einfachen Geschicklichkeitsübungen kommt schnell Frust auf Grund der ungünstigen Kameraeinstellungen auf; beständig muss manuell nachjustiert werden, und trotzdem springt man immer noch öfter unverschuldet ins Leere. Ebenfalls nicht so schön: Auch wenn einem Wallace immer wieder Anleitungen gibt, was als Nächstes getan werden muss, hängt man stellenweise in den Levels fest und erkennt nicht genau, wie und wo die nächste Aufgabe zu lösen ist.
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Das richtige TV-Feeling will sich aus zwei Gründen nicht so recht einstellen: Einerseits ist die Story des Spiels einfach nicht so gewitzt, wie man es von Wallace & Gromit gewohnt ist. Zudem stört aber auch die deutsche Synchronstimme: Leider hat man hier nicht den bekannten Original-Sprecher von Wallace eingesetzt, so dass man sich über eine nur mäßig gute – und oft überhaupt nicht auf die Lippenbewegungen angepasste – Synchronisation ärgern muss.
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Musik und Soundkulisse sind durchschnittlich, die Spieldauer ist dafür deutlich zu kurz: Nach etwa sechs bis acht Stunden hat man den Titel, der für PlayStation 2, GameCube und Xbox im Handel erhältlich ist, bereits durchgespielt. Eine PC-Version des Spiels ist ebenfalls angekündigt und soll im Winter erscheinen.
Fazit: Auch wenn Wallace & Gromit – Projekt Zoo kein wirklich schlechtes Spiel ist, gelingt es dem Titel nicht, die Stimmung und das Flair der Vorlage einzufangen. Dafür ist die Story einfach zu einfallslos, aber auch das Gameplay ist auf Dauer zu eintönig – etwas mehr hätte man sich von diesem Spiel eigentlich schon erhofft.