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Digitale Videorekorder: Noch ein Wachstumsmarkt?

Nordamerika ist größter Absatzmarkt. In den USA sind sie schon der Renner und demnächst dürften sie auch die deutschen Wohnzimmer erobern: Digitale Videorekorder (DVR) liegen im Trend. Anders als klassische Videorekorder nutzen die meisten DVRs Festplatten, um analoge Video-und Fernsehsignale zu speichern. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wurden allein im letzten Jahr weltweit mehr als 1,5 Millionen digitale Videorekorder verkauft – Trend steigend, bei Wachstumsraten von durchschnittlich 47 Prozent in den nächsten Jahren.
/ Andreas Donath
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Weltweit ungefähr eine Milliarde US-Dolllar wurden der Studie zufolge im letzten Jahr mit DVRs umgesetzt. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze stammten aus dem Entertainment-Sektor und das, obgleich erst vor zwei Jahren die ersten Stand-alone-Produkte auf den Markt gekommen sind. Angesichts dieser Erfolge scheinen die prognostizierten Umsätze von mehr als 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 keineswegs überzogen. DVRs werden wohl die klassischen Videorekorder verdrängen, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Das umständliche Hantieren mit Bandkassetten entfällt, kein lästiges Spulen mehr und die Produktlebensdauer wird umso länger, je weniger mechanische Komponenten ein Gerät enthält. Zudem können Videobänder nicht mit der langen Aufnahmezeit der DVRs konkurrieren.

Nordamerika ist nach den Untersuchungsergebnissen eindeutig der größte Absatzmarkt für DVRs. Ungefähr 70 Prozent der Umsätze stammen derzeit aus dieser Region. Im Entertainment-Sektor haben die DVR-Anbieter dabei stark vom Wettstreit der Kabel- gegen die Satelliten-TV-Industrie profitiert. Um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden, setzen die Anbieter auf Mehrwert, wie beispielsweise AOL Time Warner, die seit April dieses Jahres DVR anbieten.

Ein großer Vorteil der DVRs ist die einfache Programmierung. So genügt bei vielen Modellen beispielsweise der Name des Lieblingsschauspielers, um nie wieder einen Auftritt in Film oder Serie zu verpassen, sofern das EPG entsprechende Informationen beinhaltet, was bei längst nicht allen Sendern der Fall ist. Ein weiteres Verkaufsargument ist die Möglichkeit, störende Werbung in der Aufzeichnung einfach überspringen zu können. Ob es diese Funktion in Zukunft allerdings noch geben wird, muss sich erst zeigen, denn die großen Medienkonzerne sehen ihr werbegetragenes Geschäftsmodell in Gefahr und drängen die DVR-Anbieter dazu, Geräte ohne diese Funktion anzubieten.

Zu den bedeutendsten Teilnehmern im Entertainment-Markt gehören die US-Anbieter OpenTV, TiVo und Replay TV. Um einen ähnlichen Erfolg in Europa zu erzielen, müssen sie den potenziellen Kunden allerdings erst noch das so genannte "My time TV"-Konzept näher bringen, so die Studienautoren.

Im Vergleich zum Entertainment-Sektor ist der Markt für Sicherheitsanwendungen erheblich reifer und umkämpfter. Mehr als 400 Unternehmen bieten Systeme verschiedenster Qualitätsstufen an. Führend sind dabei Nice Systems, GE Interlogix und Dedicated Micros. Die Hauptabnehmer Handel und Industrie sind derzeit für mehr als die Hälfte der Umsätze verantwortlich, während öffentliche Auftraggeber ein gutes Drittel der Umsätze generieren. Wachstumspotenzial bietet laut der Frost-&-Sullivan-Analyse in den nächsten Jahren aber speziell der Privatsektor. Zudem soll es verstärkt zu Investitionen aus staatlichen Quellen kommen, die dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis nach dem 11. September 2001 entspringen.

Der Titel der 5.000,- Euro teuren Analyse lautet: "Frost & Sullivan's Analysis Of The World DVR Market".


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