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SCO will gegen BSD klagen

Mit einer Klage gegen BSD ist nicht vor der ersten Jahreshälfte 2004 zu rechnen. Begonnen hatte SCO mit einer Klage gegen IBM wegen angeblicher Vertragsverletzungen, weitete sein Vorgehen dann aber auf Linux im Allgemeinen aus und begann, Lizenzgebühren von kommerziellen Linux-Nutzern zu verlangen. Eine Klage gegen einen großen Linux-Nutzer hat SCO konkret angekündigt und auch SGI und Novell stehen auf SCOs Liste. Nun könnte auch das freie Betriebssystem BSD zum Ziel von SCOs Aktivitäten werden.
/ Jens Ihlenfeld
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SCO sei mit dem Vorgehen gegen IBM derzeit zu beschäftigt, um auch auf anderen Gebieten in größerem Umfang tätig zu werden, zitiert internetnews.com(öffnet im neuen Fenster) SCO-Chef Darl McBride. Das Unternehmen überprüfe derzeit aber den Code, der Gegenstand eines Vergleichs zwischen AT&T und BSD im Jahr 1994 war. Auf Grund seiner begrenzten Ressourcen werde SCO wohl frühestens im ersten Halbjahr 2004 Klage gegen BSD einreichen können. Worum es dabei konkret gehen könnte, bleibt bislang aber unklar, zumal die Details des Vergleichs auf Wunsch von AT&T nie veröffentlicht wurden.

1992 begann die von der Universität Berkeley gegründete Firma BSDi mit der Vermarktung von BSD, woraufhin AT&Ts Unix System Laboratories (USL) BSDi sowie die Universität verklagte. Allerdings stellte sich im Verlauf des Rechtsstreits heraus, dass AT&T Quellcode von der Universität Berkeley übernommen hatte, ohne die Universität als Urheber anzugeben, was die BSD-Lizenz untersagte. Seit der daraus resultierenden Einigung von AT&T auf der einen und der Universität sowie BSDi auf der anderen Seite gilt BSD als frei von Unix-Quellcode. Später entstanden die heute verbreiteten BSD-Varianten FreeBSD, NetBSD und OpenBSD auf Basis dieses Codes.


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